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Südkorea erhebt Anklage gegen fünf Verdächtige im ersten Strafverfahren zu einem DEX-Rug-Pull

Südkorea erhebt Anklage gegen fünf Verdächtige im ersten Strafverfahren zu einem DEX-Rug-Pull

Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat fünf Verdächtige im ersten Strafverfahren des Landes angeklagt, das sich gegen einen Rug Pull auf einer dezentralen Börse (DEX) richtet. Der mutmaßliche Betrug brachte 256 Anlegern durch ein auf Solana basierendes Meme-Coin-Projekt 600.000 US-Dollar ein. Die Behörden reichten die Anklageschrift ein, während die Zahl der Krypto-Betrugsfälle landesweit steigt.

Die Einrichtung des Meme-Coins

Ermittler zufolge erstellten die Verdächtigen einen auf Solana basierenden Meme-Token, der hohe Renditen versprach. Sie brachten ihn auf einer dezentralen Börse heraus und nutzten Liquiditätspools, die Investoren anzogen. Die Betreiber leerten diese Pools und ließen die Token über Nacht wertlos zurück. Dieser klassische Rug Pull spielte sich letzten Sommer ab, bevor die Opfer die Abzüge bemerkten.

Auswirkungen auf die Opfer

256 Personen meldeten Verluste von durchschnittlich 2.340 US-Dollar pro Person. Der Gesamtschaden belief sich auf 900 Millionen Won, etwa 600.000 US-Dollar. Viele Anleger waren Privatanleger, die lokale Krypto-Plattformen nutzten, um den Token zu kaufen. Die Staatsanwaltschaft baute den Fall auf Transaktionsaufzeichnungen auf, die Gelder zu den Wallets der Verdächtigen zurückverfolgten.

Rechtliche Bedeutung

Dies markiert die erste Strafverfolgung eines DEX-bezogenen Rug Pulls in Südkorea. Frühere Krypto-Fälle konzentrierten sich auf Betrug an zentralisierten Börsen oder Marktmanipulation. Die Anklageschrift behandelt das dezentrale Modell als keinen Schutz vor Haftung. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass DEX-Betreiber nach bestehenden Betrugsgesetzen rechenschaftspflichtig bleiben.

Nächster Schritt vor Gericht

Das Bezirksgericht Seoul Central wird innerhalb von Wochen einen Prozesstermin festlegen. Im Falle einer Verurteilung drohen den fünf Personen bis zu zehn Jahre Haft nach dem südkoreanischen Gesetz zur Verhinderung von Einlagenmobilisierung. Der Fall könnte Präzedenzfall für Dutzende ähnlicher Beschwerden schaffen, die derzeit von den Finanzbehörden geprüft werden.