Präsident Donald Trump hat einer Ethikklausel im Clarity Act zugestimmt, dem seit Monaten blockierten Krypto-Marktstrukturgesetz. Das Zugeständnis räumt ein großes Hindernis aus dem Weg und ebnet den Weg für das Gesetz, um in Richtung einer Senatsabstimmung voranzukommen.
Die Ethikklausel
Die Klausel würde den Präsidenten, Vizepräsidenten, Mitglieder des Kongresses und andere Bundesbeamte daran hindern, während ihrer Amtszeit von digitalen Vermögenswerten zu profitieren. Es ist eine direkte Reaktion auf Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten, da Gesetzgeber und die Exekutive zunehmend Krypto besitzen oder handeln.
Trumps Zustimmung erfolgte nach wochenlangen privaten Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und den Senatssponsoren. Der genaue Wortlaut wurde noch nicht öffentlich veröffentlicht, aber mit den Gesprächen vertraute Quellen sagen, dass die Klausel breit auf jedes digitale Asset anwendbar ist – nicht nur auf Bitcoin oder Ethereum – und sowohl direkte Bestände als auch indirekte Beteiligungen über Fonds oder Trusts abdeckt.
Der Clarity Act ist der ambitionierteste Versuch, einen bundesstaatlichen Rahmen für Krypto-Märkte zu schaffen. Er würde definieren, welche digitalen Vermögenswerte Wertpapiere sind, Regeln für Börsen festlegen und der Commodity Futures Trading Commission eine größere Rolle geben. Ohne Trumps Zustimmung zur Ethiksprache war es unwahrscheinlich, dass das Gesetz im Senat Plenumszeit bekommt.
Jetzt ist dieses Hindernis beseitigt. Senatsmehrheitsführer Chuck Schumer hat angedeutet, dass er eine Abstimmung ansetzen wird, sobald der endgültige Text eingereicht ist, was bereits nächste Woche der Fall sein könnte.
Was als Nächstes passiert
Das Gesetz benötigt noch 60 Stimmen, um einen Filibuster zu überwinden. Befürworter sind zuversichtlich, dass sie die überparteiliche Unterstützung haben, aber eine Handvoll Senatoren sind noch unentschlossen. Das Repräsentantenhaus hat im Juni eine ähnliche Version verabschiedet. Wenn der Senat das Gesetz verabschiedet, würde es in einen Vermittlungsausschuss gehen, um die Unterschiede auszugleichen.
Trumps Entscheidung, der Ethikklausel zuzustimmen, war nicht selbstverständlich. Er hat öffentlich gehandelte Krypto-Vermögenswerte und hat sich wohlwollend über die Branche geäußert. Aber mit den bevorstehenden Zwischenwahlen 2026 wollte das Weiße Haus einen gesetzgeberischen Erfolg bei einem Thema, das bei jüngeren Wählern gut ankommt.
Der Senat wird voraussichtlich in der ersten Augustwoche über den Clarity Act beraten.



