XRP-Wale-Abhebungen von Binance sind in den letzten 30 Tagen auf rund 978 Millionen XRP gesunken – der niedrigste monatliche Wert seit 2021. Der Rückgang bei der Aktivität großer Anleger erfolgte, während der Token selbst unter die Unterstützung bei $1,30 fiel und nun bei $1,26 gehandelt wird.
Wale-Aktivität erreicht mehrjährigen Tiefststand
Die Datenverfolgung von XRP-Bewegungen an der weltgrößten Börse zeigt, dass große Akteure in den letzten Monaten deutlich weniger abgehoben haben. Die Zahl von 978 Millionen markiert eine deutliche Verlangsamung bei akkumulationsorientierten Transfers, die oft institutionelle Käufe oder die Einlagerung in Cold Wallets signalisieren. Die Abhebungen waren während des größten Teils von 2024 und zu Beginn von 2025 höher, doch der Trend kehrte sich plötzlich um.
Preis kann $1,30 nicht halten
XRPs Abwärtstrend unter $1,30 durchbrach eine Ebene, die Händler als wichtige Unterstützung betrachtet hatten. Der jüngste Rückgang folgte mehreren misslungenen Versuchen, die $1,45–$1,50-Zone zurückzugewinnen – einen Widerstand, der bis zum zweiten Quartal bestand. Das Volumen während des Durchbruchs war relativ gedämpft. Das deutet darauf hin, dass die Bewegung durch anhaltenden Verkaufsdruck und nicht durch eine plötzliche Panikverkäufe verursacht wurde.
Technisches Bild zeigt starke Baisse
Der Token notiert nun unter den 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnittswerten. Dies ist ein Signal für bärische Dynamik in allen wichtigen Zeitrahmen. Die gestapelten Durchschnittswerte begrenzen zudem eine schnelle Erholung. Kurzfristige Trader haben kaum technische Auslöser für eine Trendumkehr, es sei denn, das Kaufvolumen steigt deutlich an.
Wichtige Levels im Blick
Für eine Erholung müsste XRP zunächst die $1,38–$1,40-Marke als erste Hürde durchbrechen und dann den $1,45-Widerstand erneut testen. Auf der Unterseite befindet sich die nächste wichtige Unterstützung in der Nähe des Februar-Tiefs bei $1,15. Sollte diese Marke brechen, würde der Token auf Niveaus gehandelt, die seit Anfang 2025 nicht mehr gesehen wurden. Die Frage ist nun, ob die Wale-Abhebungen niedrig bleiben oder wieder zunehmen – und ob dies angesichts des aktuellen, angebotsgetriebenen Drucks für die Preisentwicklung von Bedeutung sein wird.




