Zcash-Gründer Zooko Wilcox hat eine Strategie vorgestellt, um potenzielle gefälschte ZEC während des bevorstehenden Ironwood-Hard-Forks am 28. Juli einzufrieren. Der Plan, der diese Woche zu temporären Sperren von Wallets und Börsen führt, soll das kryptowährungsbasierte Netzwerk vor Fälschungen schützen, bevor das Upgrade in Kraft tritt.
Warum der Einfrieren notwendig ist
Gefälschte ZEC, auch als „Zombie“-Coins bezeichnet, können durch Exploits im geschützten Transaktionssystem des Netzwerks entstehen. Wilcox' Strategie zielt darauf ab, diese unechten Token zu isolieren, bevor sie weiter zirkulieren. Der Schritt erfolgt, während sich die Zcash-Community auf das Ironwood-Upgrade vorbereitet, das Verbesserungen der Netzwerksicherheit und -skalierbarkeit beinhaltet.
Wilcox nannte keine genauen Zahlen zu möglichen gefälschten ZEC, aber die Sperre soll verdächtige Bestände einfrieren. Wallets und Börsen, die die temporäre Sperre umsetzen, helfen dabei, böswillige Akteure daran zu hindern, die Fälschungen vor dem Hard Fork zu verschieben.
Wie der Ironwood-Hard-Fork funktioniert
Der Ironwood-Hard-Fork ist ein geplantes Netzwerk-Upgrade, das neue Konsensregeln einführt. Im Rahmen dieses Prozesses hat Wilcox eine Methode entwickelt, um Adressen mit potenziell gefälschten ZEC zu identifizieren und einzufrieren. Die Sperre ist nicht dauerhaft – sie soll nur bis zur Aktivierung des Hard-Forks bestehen bleiben. Danach sollen die neuen Regeln die Erstellung von Fälschungen grundsätzlich erschweren.
Zcash-Nutzer müssen selbst nichts unternehmen, aber Börsen und Wallet-Anbieter müssen die temporäre Sperre auf betroffene Adressen anwenden. Wilcox betonte, dass die Strategie auf der Zusammenarbeit wichtiger Plattformen im Zcash-Ökosystem beruht.
Sofortige Auswirkungen auf Wallets und Börsen
Ab dieser Woche werden einige Wallets und Börsen vorübergehend Transaktionen von Adressen blockieren, die als potenziell mit gefälschten ZEC belastet identifiziert wurden. Ziel ist es, diese Token bis zum Ironwood-Hard-Fork zu fixieren, der sie dann endgültig ungültig macht. Für die meisten Nutzer dürften die Störungen minimal sein – nur Konten mit verdächtigen Aktivitäten sind betroffen.
Wilcox nannte keine konkreten Börsen oder Wallets, die bereits zugesagt haben, aber er erklärte, dass der Plan von wichtigen Akteuren im Zcash-Ökosystem unterstützt wird. Die Sperre soll nur wenige Tage dauern und endet, wenn der Hard Fork am 28. Juli live geht.
Das Zcash-Team beobachtet das Problem der gefälschten ZEC bereits seit Monaten. Der Ironwood-Hard-Fork enthält eine Änderung der Regeln für den geschützten Pool des Netzwerks, die denselben Exploit in Zukunft verhindern soll. Bis dahin dient die temporäre Sperre als Übergangsmaßnahme.
Der Hard Fork selbst ist weiterhin für den 28. Juli geplant. Danach werden die eingefrorenen Token unbrauchbar gemacht, und das Zcash-Netzwerk arbeitet mit den neuen Regeln weiter. Ob dennoch einige gefälschte ZEC durch das Raster fallen, bleibt abzuwarten – aber Wilcox und das Entwicklungsteam setzen darauf, dass die Aktion dieser Woche den Großteil von ihnen erfasst.



