Zwei Krypto-Analysten warnen diese Woche vor Bitcoin, wobei jeder Chartmuster hervorhebt, die auf einen erheblichen Preisrückgang vor einer möglichen Erholung gegen Jahresende hindeuten. Merlijn the Trader verweist auf ein sich wiederholendes Midterm-Muster, bei dem Bitcoin historisch gesehen im Durchschnitt etwa 15 % nach einem Q2-Anstieg fällt, wobei sich ein Tief im November oder Dezember bildet. Unabhängig davon spricht Analyst Chiefy von einem bestätigten 'Kopf-Schulter-Ausbruch' von den aktuellen Niveaus um 77.000 USD, mit einem Ziel von 37.000 USD.
Das Midterm-Muster, das Merlijn beobachtet
Merlijn the Trader untersuchte vergangene Midterm-Jahre — 2018 und 2022 — und identifizierte eine wiederholbare Abfolge. 2018 fiel Bitcoin im Januar um 25 %, stieg im Q2 um 33 % und sank dann im Mai um 19 %, bevor es im Dezember ein Tief bildete. 2022 folgte auf einen Rückgang von 17 % im Q1 eine Erholung von 5 % im März, dann ein Rückgang von 16 % im April und schließlich ein Tief im November.
Dieser Zyklus scheint ein ähnliches Muster zu folgen. Bitcoin stürzte im Q1 2026 um 23 % ab, erholte sich dann von März bis April um 14 %. Die Aufwärtsbewegung verlor jedoch im Mai an Dynamik. Merlijn prognostiziert nun ein Tief im Midterm-Jahr zwischen November und Dezember 2026. Ein konkretes Preisziel nannte er nicht.
Chiefys Kopf-Schulter-Prognose
Chiefy geht einen Schritt weiter. Er sagt, dass ein 'Kopf-Schulter-Ausbruch' im Bitcoin-Chart bestätigt wurde. Von den aktuellen 77.000 USD aus würde dieses Muster einen Absturz auf 37.000 USD bedeuten — ein Rückgang von mehr als 50 %.
Kopf-Schulter ist ein bekanntes Umkehrmuster. Ein bestätigter Ausbruch unter die Nackenlinie signalisiert typischerweise das Ende eines Aufwärtstrends. Sollte Chiefy recht haben, würde der Absturz sehr schnell erfolgen.
Die beiden Prognosen schließen sich nicht gegenseitig aus. Ein scharfer Rückgang auf 37.000 USD könnte bereits deutlich vor dem von Merlijn erwarteten Jahresendetief eintreten. Allerdings rechnen beide Analysten nicht mit einer schnellen Erholung.
Bitcoin bewegt sich seit Wochen seitwärts in einer Range, und die technischen Indikatoren wirken zunehmend fragil. Ob eine der Prognosen eintrifft, hängt von der Kursentwicklung der kommenden Monate ab. Der Markt beobachtet gespannt.



