Das südkoreanische Unternehmen Naver plant, seine Rechenzentrumskapazität durch eine neue Partnerschaft mit Nvidia zu verdreifachen und gleichzeitig eine KI-Finanzierungsrunde in Höhe von 6,8 Milliarden US-Dollar sowie eine separate Kryptobörse im Wert von 10,3 Milliarden US-Dollar voranzutreiben. Diese dreigleisige Strategie unterstreicht Naver's Ambitionen, sowohl in der KI-Infrastruktur als auch auf dem Markt für digitale Vermögenswerte eine bedeutende Rolle zu spielen.
Die Nvidia-Partnerschaft
Naver gab bekannt, dass es mit Nvidia zusammenarbeiten wird, um seine Rechenzentren zu erweitern – ein Schritt, der die derzeitige Kapazität effektiv verdreifacht. Die Vereinbarung verschafft Naver frühzeitigen Zugang zu Nvidias Chips der nächsten Generation, voraussichtlich der Blackwell-Ultra-Serie, die später in diesem Jahr erwartet wird. Für Nvidia bietet sich die Gelegenheit, einen wichtigen asiatischen Kunden zu binden, während die Nachfrage nach KI-Rechenleistung weiter steigt.
Milliarden für KI-Finanzierung
Unabhängig davon sucht Naver 6,8 Milliarden US-Dollar an Finanzierung speziell für sein KI-Geschäft. Das Unternehmen hat noch keine Investoren genannt, aber die Größenordnung deutet auf Staatsfonds oder große institutionelle Geldgeber hin. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur sollen 2026 weltweit 200 Milliarden US-Dollar übersteigen, und Naver möchte ein Stück vom Kuchen abhaben.
Eine Kryptobörse im Wert von 10,3 Milliarden US-Dollar
Der auffälligste Teil ist Naver's Plan, eine Kryptobörse mit einem Wert von 10,3 Milliarden US-Dollar zu starten. Das würde sie zu einer der größten Börsen weltweit nach Bewertung machen und mit Binance und Coinbase konkurrieren. Naver nannte keinen Starttermin, aber die Größenordnung deutet darauf hin, dass bereits Gespräche mit Regulierungsbehörden und potenziellen Liquiditätsanbietern laufen. Der Schritt erfolgt, während der südkoreanische Kryptomarkt reift – lokale Börsen wie Upbit wickeln bereits Milliarden an täglichem Volumen ab.
Naver wird voraussichtlich innerhalb weniger Wochen die KI-Finanzierungsrunde offiziell bekannt geben. Der Zeitplan für den Start der Kryptobörse bleibt unklar, aber das Unternehmen wird eine Lizenz als Virtual Asset Service Provider (VASP) von der südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörde benötigen. Dieser Prozess dauert in der Regel sechs bis zwölf Monate.



