Die Aktien von Nvidia erreichten am Donnerstag ein Rekordhoch von über 236 Dollar und trieben die Marktkapitalisierung des Unternehmens auf rund 5,7 Billionen Dollar. Der Chiphersteller hatte zuvor einen Quartalsumsatz und Gewinn gemeldet, der die Erwartungen der Wall Street übertraf, und ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden Dollar angekündigt. Die Aktie ist seit Jahresbeginn um mehr als 25 % und in den letzten zwölf Monaten um über 70 % gestiegen, angetrieben durch die unstillbare Nachfrage nach seinen KI-Prozessoren.
Rekordquartal und angehobene Prognose
Für das erste Geschäftsquartal meldete Nvidia einen Umsatz von 81,6 Milliarden Dollar – ein Rekord und über den von Analysten erwarteten 78,5 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,87 Dollar und übertraf ebenfalls die Konsensschätzung. Das Unternehmen prognostiziert für das zweite Quartal einen Umsatz zwischen 89,2 und 92,8 Milliarden Dollar, erneut über den Prognosen der Wall Street.
Die Zahlen unterstreichen Nvidias Dominanz auf dem Markt für Künstliche-Intelligenz-Chips, eine Position, die das Unternehmen zu einem der wertvollsten der Welt gemacht hat.
Dividende steigt um das 25-Fache, Aktienrückkauf genehmigt
Nvidia kündigte außerdem an, die vierteljährliche Dividende von einem Penny auf 25 Cent pro Aktie zu erhöhen – eine 25-fache Steigerung. Für CEO Jensen Huang, der 871,7 Millionen Aktien besitzt, bedeutet die Dividendenerhöhung ein jährliches Einkommen von rund 870 Millionen Dollar. Das Unternehmen genehmigte zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von 80 Milliarden Dollar, was das Vertrauen in seinen Cashflow und seine langfristigen Aussichten signalisiert.
Chinesische Technologiegiganten interessieren sich für H200-Prozessoren
In einer Entwicklung, die die Verkaufszahlen weiter steigern könnte, bereiten sich die chinesischen Technologieunternehmen Alibaba, Tencent, ByteDance und JD.com Berichten zufolge darauf vor, Nvidias H200-Prozessoren zu kaufen. Das Geschäft würde Exportlizenzen und behördliche Genehmigungen erfordern, deren Erteilung angesichts der US-Beschränkungen für KI-Chipverkäufe nach China unsicher ist. Huang war im Rahmen einer US-Delegation in China, ein Zeichen dafür, dass die Verhandlungen über den Zugang zu Chips möglicherweise noch andauern. Einige chinesische Genehmigungen wurden bereits verlangsamt, und der endgültige Ausgang bleibt unklar.



