Matt Comyn, CEO der Commonwealth Bank of Australia, hat davor gewarnt, dass künstliche Intelligenz die Arbeit in zahlreichen Branchen umgestalten wird und dass das Ignorieren dieser Veränderung die Mitarbeiter nicht schützen wird. Seine Äußerungen kommen, während neue Daten zeigen, dass die weltweiten Tech-Entlassungen allein im Jahr 2026 die 144.000 überschreiten, wobei die USA im ersten Quartal einen Anstieg von 40 % im Jahresvergleich verzeichneten.
CBA plant zwei Entlassungsrunden
Die CBA wird im April 2026 rund 120 Stellen streichen, bestätigte die Bank, nachdem zwei Monate zuvor bereits etwa 300 Arbeitsplätze gestrichen worden waren. Comyn stellte keinen direkten Zusammenhang zwischen den Entlassungen und KI her, argumentierte jedoch, dass es den Arbeitnehmern keinen Gefallen tue, so zu tun, als ob die Technologie keine Auswirkungen auf die Beschäftigung hätte. Einige Aufgaben würden automatisiert, sagte er, während andere Positionen ausgebaut würden und viele Jobs ihre grundlegende Struktur behielten, während sich die Fähigkeiten weiterentwickelten.
Wix baut 20 % der Belegschaft ab
Die Website-Bauplattform Wix bereitet sich Berichten zufolge darauf vor, etwa 20 % ihrer Belegschaft abzubauen, was rund 1.000 Mitarbeiter in Israel und den internationalen Niederlassungen betrifft. Das Unternehmen hat die Gründe nicht öffentlich genannt, aber der Schritt fügt sich in einen breiteren Trend von Tech-Firmen ein, die Personal abbauen. Die Kürzungen erfolgen, während KI-Tools zunehmend Aufgaben übernehmen, die früher von Menschen erledigt wurden.
US-Tech-Entlassungen erreichen 52.050 im ersten Quartal
US-amerikanische Technologieunternehmen haben im ersten Quartal 2026 52.050 Mitarbeiter entlassen, so Challenger, Gray & Christmas. Das ist ein Anstieg von 40 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das globale Bild sieht düsterer aus: TrueUp, ein Entlassungs-Tracker, hat in diesem Jahr weltweit mehr als 144.000 Kürzungen verzeichnet. Kalifornien, die Heimat des Silicon Valley, bereitet sich bereits auf KI-bedingte Verdrängung vor, auch wenn die Behörden noch keine konkreten Pläne genannt haben.
Comyn: Jobs werden sich verändern, nicht verschwinden
Comyn betonte, dass die Auswirkungen von KI nicht einheitlich sein werden. Während einige Rollen schrumpfen, sagte er, werden andere wachsen, und viele bestehende Arbeitsplätze werden sich einfach anpassen, wenn die Arbeitnehmer neue Fähigkeiten erwerben. Der CBA-CEO gab keinen Zeitplan dafür, wann diese Veränderungen beschleunigt werden könnten, machte aber klar, dass Widerstand keine Strategie ist. Die Frage ist nun, wie schnell Arbeitnehmer und Unternehmen sich für eine Landschaft umrüsten können, in der KI keine zukünftige Bedrohung mehr ist, sondern eine gegenwärtige Realität.




