Paul Markham, Investmentmanager bei GAM, warnte diese Woche, dass der Ausverkauf bei Chip-Aktien noch keine Kaufgelegenheit darstellt. Er verwies auf den konzentrierten Besitz in diesem Sektor als Zeichen dafür, dass weitere Volatilität wahrscheinlich sei. Diese Turbulenzen, so sagte er, könnten auf breitere Technologieinvestitionen und Krypto-verbundene Anlagen übergreifen.
Markhams Warnung
Markhams Botschaft ist klar: Nicht überstürzt einsteigen. Der jüngste Rückgang bei Chip-Aktien verleitet einige Anleger dazu, Schnäppchen zu wittern, doch er argumentiert, dass der Ausverkauf möglicherweise noch nicht abgeschlossen ist. Das Risiko weiterer Kursverluste bleibt hoch, und ein Kauf jetzt könnte bedeuten, ein fallendes Messer aufzufangen.
Konzentrierter Besitz
Der Kern von Markhams Bedenken liegt in der starken Konzentration der Chip-Aktien. Wenn eine kleine Anzahl großer Anleger einen Sektor dominiert, kann jede Verkaufswelle zu kaskadenartigen Bewegungen führen. Diese Dynamik, so sagte er, mache das derzeitige Umfeld besonders fragil. Es geht nicht nur um einen schlechten Gewinnbericht – es geht um die Struktur des Marktes selbst.
Auswirkungen auf Krypto und Technologie
Chip-Aktien existieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind eng mit dem breiteren Tech-Ökosystem und zunehmend auch mit Krypto-Mining und -Infrastruktur verbunden. Volatilität bei Halbleiterwerten kann auf Tech-ETFs, Wachstumsfonds und sogar auf digitale Anlagen übergreifen, die auf Hardware angewiesen sind. Markhams Warnung deutet darauf hin, dass Krypto-verbundene Anlagen Gegenwind ausgesetzt sein könnten, während sich der Ausverkauf ausbreitet.
Die Frage ist nun, ob sich der Ausverkauf vertieft oder stabilisiert. Vorerst ist Markhams Botschaft klar: Abwarten.




