Eine wenig beachtete Kostenposition beim Öltransport durch die Straße von Hormus ist laut einer Analyse der DeVere Group um fast 1.900 % in die Höhe geschossen. Dieser Anstieg signalisiert ein Risiko, das möglicherweise bedeutender ist als die jüngste Ölpreisrallye. Die Ölpreise sprangen am 22. Juli in die Höhe, da die Spannungen um die strategisch wichtige Wasserstraße weiter zunahmen.
Der Anstieg um 1.900 %
Bei den Kosten handelt es sich um die Kriegsrisikoversicherungsprämien für Tanker, die die Straße von Hormus passieren. Die Analyse der DeVere Group zeigt, dass die Prämie von einem vernachlässigbaren Niveau auf ein Niveau gestiegen ist, das nun jeder Fahrt Millionen von Dollar hinzufügt. Der Anstieg spiegelt die wachsende Angst wider, dass jede Eskalation in der Region zu Angriffen auf Handelsschiffe oder gar zu Blockaden führen könnte.
Warum die Straße von Hormus wichtig ist
Etwa ein Fünftel des weltweiten Öls wird durch die schmale Meerenge zwischen Iran und Oman transportiert. In den letzten Wochen gab es eine Reihe von Vorfällen mit Tankern, Drohnenangriffen und diplomatischen Spannungen. Am 22. Juli stiegen die Referenzölpreise, als Händler eine höhere Wahrscheinlichkeit von Versorgungsunterbrechungen einpreisten. Der versteckte Kostenanstieg deutet jedoch darauf hin, dass der Markt das tatsächliche Risiko möglicherweise unterschätzt.
Was der Anstieg für die Ölmärkte bedeutet
Einige Analysten argumentieren, dass der Anstieg der Transportkosten um 1.900 % ein direkteres Maß für das geopolitische Risiko ist als der Ölpreis selbst. Während die Rohölpreise von vielen Faktoren beeinflusst werden können – darunter Lagerbestände, Nachfrageprognosen und OPEC-Entscheidungen – ist die Kriegsrisikoversicherung eine reine Wette auf Konflikte. Bleibt die Prämie erhöht oder steigt weiter, könnte dies letztlich zu höheren Treibstoffkosten für die Verbraucher und geringeren Margen für die Raffinerien führen.
Der nächste Test für den Markt wird kommen, wenn die nächste Reihe von Frachtraten veröffentlicht wird. Händler beobachten jede weitere Eskalation in der Region, da ein einziger Vorfall sowohl die Versicherungskosten als auch die Ölpreise in die Höhe treiben könnte.




