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Bessent drängt Kongress zur Verabschiedung des CLARITY Act vor der Pause; Gillibrand sieht sich Gegenwind wegen Ethikbestimmungen ausgesetzt

Bessent drängt Kongress zur Verabschiedung des CLARITY Act vor der Pause; Gillibrand sieht sich Gegenwind wegen Ethikbestimmungen ausgesetzt

Finanzminister Scott Bessent sagte den Abgeordneten, der CLARITY Act stehe an der „1-Yard-Linie“ und forderte sie auf, ihn vor der anstehenden Pause über die Linie zu bringen. Der Gesetzesentwurf zur Marktstruktur digitaler Vermögenswerte ist seit Jahren in Arbeit, aber sein Endspurt ist nun in einen Streit über Ethikbestimmungen verwickelt, der Senatorin Kirsten Gillibrand ins Visier progressiver Gruppen geraten lässt.

Der Vorstoß an der 1-Yard-Linie

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Bessents Äußerungen kamen, als der Kongress vor der Pause nur ein knappes Zeitfenster hat. Er bezeichnete den Gesetzesentwurf als ein kritisches unerledigtes Geschäft und warnte, dass ein Scheitern die Branche der digitalen Vermögenswerte in einer regulatorischen Schwebe zurücklassen würde. Der Finanzminister nannte keine konkreten Folgen einer Verzögerung, aber seine Wortwahl signalisierte, dass die Regierung das Gesetz als oberste Priorität betrachtet.

Der CLARITY Act zielt darauf ab, einen bundesstaatlichen Rahmen für Märkte digitaler Vermögenswerte zu schaffen, der von der Börsenregistrierung bis zum Verbraucherschutz reicht. Befürworter sagen, er würde einer Branche Klarheit bringen, die unter einem Flickenteppich von Landesgesetzen und widersprüchlichen Bundesrichtlinien operiert hat. Gegner argumentieren, der Gesetzesentwurf enthalte immer noch Schlupflöcher, die die Aufsicht schwächen könnten.

Gillibrands Rolle und der Gegenwind

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Senatorin Gillibrand half bei der Vermittlung der Ethikbestimmungen im Gesetzesentwurf, ein Schritt, der Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten bei Regulierungsbehörden für digitale Vermögenswerte ausräumen sollte. Aber progressive Gruppen haben sich gegen sie gewandt und werfen ihr vor, genau diese Schutzmaßnahmen verwässert zu haben. Der Gegenwind ist scharf, einige Aktivisten bezeichnen die Bestimmungen als unzureichend, um zu verhindern, dass Brancheninsider die Politik beeinflussen.

Gillibrand hat sich nicht öffentlich zu der Kritik geäußert, und ihr Büro gab für diese Geschichte keinen Kommentar ab. Die Senatorin hat sich lange als moderate Kraft positioniert, die bereit ist, bei Finanztechnologiethemen über Parteigrenzen hinweg zu arbeiten, aber der aktuelle Widerstand deutet darauf hin, dass diese Haltung nun eine Belastung für den linken Flügel ihrer Partei darstellt.

Was der Gesetzesentwurf tatsächlich bewirkt

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Der CLARITY Act würde der Commodity Futures Trading Commission die primäre Zuständigkeit für Spotmärkte digitaler Vermögenswerte übertragen, eine Abkehr vom derzeitigen System, in dem die Securities and Exchange Commission oft die Zuständigkeit beansprucht. Er würde auch von Börsen für digitale Vermögenswerte verlangen, sich bei der CFTC zu registrieren und bestimmte Betriebsstandards zu erfüllen. Verbraucherschutzmaßnahmen, einschließlich Verwahrungsregeln und Offenlegungspflichten, sind in das Gesetz eingebaut.

Kritiker auf beiden Seiten haben Bedenken geäußert. Einige Progressive befürchten, dass der Gesetzesentwurf nicht weit genug geht, um Kleinanleger zu schützen, während einige Branchengruppen sagen, dass die Compliance-Kosten kleinere Akteure aus dem Geschäft drängen könnten. Die Ethikbestimmungen, die Gillibrand mitgestaltet hat, sollen Bedenken hinsichtlich des Drehtüreffekts ausräumen, aber der progressive Gegenwind deutet darauf hin, dass sie die Gegner des Gesetzes nicht zufriedengestellt haben.

Was als Nächstes passiert

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Der Kongress wird voraussichtlich innerhalb weniger Tage in die Pause gehen, sodass wenig Zeit für eine endgültige Abstimmung bleibt. Bessents Metapher der „1-Yard-Linie“ unterstreicht, wie nah der Gesetzesentwurf einer Verabschiedung ist, aber auch, wie leicht ein letzter Streit ihn aufhalten kann. Der Senat hat noch keine Abstimmung im Plenum angesetzt, und die Version des Repräsentantenhauses steht noch vor Ausschusshürden.

Sollte der CLARITY Act nicht vor der Pause verabschiedet werden, wird er wahrscheinlich nach der Rückkehr der Abgeordneten wieder aufgenommen. Aber die politische Dynamik könnte sich bis dahin verschieben, insbesondere wenn der Gegenwind gegen Gillibrand zunimmt oder andere Prioritäten den Kalender füllen. Vorerst hängt das Schicksal des Gesetzes davon ab, ob Bessents Vorstoß den progressiven Widerstand und verfahrenstechnische Verzögerungen überwinden kann.