Das Bezirksgericht Seoul-Süd verurteilte am 13. August den CEO von Delio, Jeong Sang-ho, zu 15 Jahren Haft, da er rund 49,2 Millionen US-Dollar an Kunden-Krypto-Vermögenswerten veruntreut und falsche Dokumente zur Erlangung der behördlichen Registrierung eingereicht hatte. Das Urteil gehört zu den härtesten Strafen, die in diesem Jahr im südkoreanischen Krypto-Sektor verhängt wurden.
Die Veruntreuung von 49,2 Millionen US-Dollar
Das Gericht stellte fest, dass Jeong Kunden-Krypto-Vermögenswerte für eigene Zwecke umleitete, ein Vertrauensbruch, der tief in die von Delio verwahrten Nutzergelder eingriff. Das Urteil führte nicht genau aus, wie das Geld bewegt wurde, aber der Umfang – fast 50 Millionen US-Dollar – macht es zu einem der größeren Fälle von Kundengeldern, die in dem Land zu einem Urteil gelangt sind.
Die falschen Registrierungsdokumente
Jeong wurde außerdem verurteilt, weil er gefälschte Dokumente verwendet hatte, um die behördliche Registrierung für Delio zu erhalten. Diese Anklage traf den Kern der Legitimität des Unternehmens und deutete darauf hin, dass seine Compliance-Einreichungen nicht der Realität entsprachen. Das Gericht behandelte den Dokumentenbetrug als separates Delikt und nicht als verwaltungstechnisches Versehen.
Was das Urteil signalisiert
Fünfzehn Jahre sind eine harte Strafe für ein Finanzverbrechen. Das Urteil des Bezirksgerichts Seoul-Süd zeigt, wie ernst südkoreanische Richter Fälle von Kundengeldern im Krypto-Bereich nehmen. Ob Jeong Berufung einlegt, bleibt offen, und das Urteil legt nicht dar, wie betroffene Delio-Kunden ihre Vermögenswerte zurückerhalten könnten.




