Bitcoin- und Ethereum-Exchange-Traded-Funds (ETFs) verzeichneten am Mittwoch gemeinsame Abflüsse von insgesamt 98,5 Millionen US-Dollar – ein weiterer Tag mit Kapitalabflüssen bei beiden Anlageklassen. Die anhaltende Serie von Rücknahmen deutet darauf hin, dass institutionelle Anleger ihre Positionen neu ausrichten, während das Vertrauen in die beiden größten Kryptowährungen nachlässt.
Die Zahlen
Bitcoin-ETFs waren stärker betroffen und verloren 70,4 Millionen US-Dollar. Ethereum-ETFs blieben mit 28,1 Millionen US-Dollar nicht weit zurück. Damit beläuft sich der Gesamtwert der zweitägigen Abflüsse auf deutlich über 150 Millionen US-Dollar – selbst nach ETF-Maßstäben eine beachtliche Summe.
Mehrere Tage mit roten Zahlen
Beide Fonds verzeichnen nun an aufeinanderfolgenden Tagen Abflüsse. Dies ist für Bitcoin-ETFs selten, die im Jahr 2026 überwiegend Nettozuflüsse verzeichneten. Ethereum-ETFs waren volatiler, doch dies ist ihre längste Abflussserie seit Anfang April.
Was steckt hinter dem Rückgang?
Die Fakten deuten auf eine breitere Marktneupositionierung hin. Das institutionelle Vertrauen – das nach den Zulassungen von Spot-ETFs durch die SEC im vergangenen Jahr hoch war – kühlt sich ab. Es wurde kein einzelner Auslöser genannt, doch die Beständigkeit der Rücknahmen spricht für eine bewusste Verschiebung, nicht für Panik.
Was kommt als Nächstes?
Die kommenden Tage werden zeigen, ob es sich um eine kurzfristige Delle oder eine längerfristige Abkehr handelt. Sollten die Abflüsse bis in die nächste Woche anhalten, könnte dies auf eine tiefgreifendere Neubewertung bei den großen Akteuren hindeuten. Vorerst ist die Lage klar: Die Bullen machen eine Verschnaufpause.




