Ein Gericht in Taipeh verurteilte den Drahtzieher des BitShine-Kryptowährungsbetrugs zu 22 Jahren Haft, nachdem die Staatsanwaltschaft erklärte, dass das System 1.539 Opfer um rund 1,27 Milliarden NT-Dollar (etwa 39 Millionen US-Dollar) betrogen habe. Das Bezirksgericht Shilin ordnete zudem an, dass der nur mit seinem Nachnamen Shih bezeichnete Anführer 43,71 Millionen NT-Dollar aus den Erlösen der Straftat abführen muss.
Wie der Betrug funktionierte
Zwischen Januar 2024 und April 2025 sollen Shih und seine Komplizen Anleger mit dem Versprechen hoher Renditen auf eine angebliche Krypto-Mining- und Handelsplattform gelockt haben. Statt Gewinne zu erzielen, wurde das Geld über ein Netzwerk von Konten verschoben. Die Ermittler schätzen, dass in diesem Zeitraum über 2,3 Milliarden NT-Dollar gewaschen wurden.
Beschlagnahmte Vermögenswerte
Die Behörden konnten Vermögenswerte im Wert von rund 110 Millionen NT-Dollar sicherstellen, darunter etwa 647.000 USDT, rund 60,49 Millionen NT-Dollar in bar sowie Luxusfahrzeuge wie einen Ferrari und einen Maserati. Die gerichtliche Einziehungsanordnung deckt jedoch nur einen Teil dieser Summe ab, sodass unklar bleibt, wie viel den Opfern noch zurückerstattet werden könnte.
Wie es weitergeht
Shih hat das Recht, gegen das Urteil Berufung einzulegen. In der Zwischenzeit verfolgen die Behörden weiterhin weitere Gelder und Vermögenswerte, die mit dem Betrug in Verbindung stehen. Die Opfer warten darauf, ob über die bereits angeordneten 43,71 Millionen NT-Dollar hinaus weitere Entschädigungen möglich sein werden.




