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BTCTOP-CEO Jiang Zhuoer: MicroStrategy wird Bitcoin nicht netto verkaufen – Verteidigung des Finanzierungsmodells

BTCTOP-CEO Jiang Zhuoer: MicroStrategy wird Bitcoin nicht netto verkaufen – Verteidigung des Finanzierungsmodells

MicroStrategy wird seinen Bitcoin-Bestand nicht in nennenswertem Umfang abstoßen, so Jiang Zhuoer, CEO des Mining-Pools BTCTOP. In einer Stellungnahme, die sich in die laufende Debatte über die STRC-verknüpfte Finanzierungsstruktur des Unternehmens einmischt, erklärte Zhuoer, er erwarte, dass die Firma weiterhin ein Nettokäufer bleibt – selbst wenn sie einige ältere, günstig erworbene BTC verkauft, um Buchgewinne zu verbuchen und Zinszahlungen zu bedienen.

Warum Jiang Zhuoer jetzt spricht

Zhuoers Äußerungen folgen auf eine Gruppendiskussion unter Branchenakteuren über die Verbindlichkeiten von MicroStrategy, die STRC-Zinszahlungen und die gesamte Finanzierungsstruktur. Die Strategie des Unternehmens geht davon aus, dass Bitcoin jährlich um etwa 30 % an Wert gewinnt, wobei rund 10 % dieser Wertsteigerung zur Deckung der Zinskosten verwendet werden. Diese Rechnung, argumentierte Zhuoer, halte das Modell tragfähig.

Aber nicht alle sind überzeugt. Kritiker haben darauf hingewiesen, dass die STRC-Struktur – bei der spätere Erlöse zur Zahlung früherer Zinsen verwendet werden können – auf dem Papier stark an ein Ponzi-Schema erinnert. Zhuoer räumte diese Bedenken ein, sagte jedoch, sie gingen am Kern vorbei, und charakterisierte den aktuellen Abschlag auf STRC als kurzfristige Marktstimmung und nicht als Signal einer Zahlungsunfähigkeit.

Die Ponzi-Debatte

Im Zentrum der Sorge steht eine einfache Frage: Wenn Microcapsule weiterhin neues Geld aufnehmen muss, um alte Verpflichtungen zu begleichen, ähnelt das nicht einem klassischen Warnsignal? Zhuoers Gegenargument ist, dass das Schulden-zu-Vermögens-Verhältnis des Unternehmens bei etwa 5 % liegt. Das sei niedrig genug, argumentierte er, um jeden Vergleich mit einem Ponzi-Schema eher als optisches Problem denn als Realität erscheinen zu lassen.

Dennoch könnte das Unternehmen selektiv einige seiner ältesten, günstigsten Bitcoins – die Stücke, die es für ein paar tausend Dollar pro Coin gekauft hat – verkaufen, um Buchgewinne zu zeigen und STRC-Zinszahlungen zu finanzieren. Zhuoer sagte, das würde das Bild des Nettokäufers nicht ändern. Die Strategie, beharrte er, befinde sich nicht in einer Position, in der sie liquidieren müsse.

Was STRC-Inhaber eigentlich wollen

Ein Detail aus Zhuoers Analyse stach hervor: STRC-Inhaber priorisieren die Zuverlässigkeit der Dividenden über die Wertsteigerung von Bitcoin. Das ist eine andere Art von Investor als der typische Krypto-Bulle. Sie setzen auf Rendite, nicht auf Moonshots. Wenn MicroStrategy diese Dividenden weiterhin fließen lassen kann – selbst wenn es dafür einen Teil seiner ältesten Coins verkaufen muss – werden diese Inhaber wahrscheinlich bleiben.

Der Markt scheint zumindest vorerst eine abwartende Haltung einzunehmen. Bitcoin stand bei 63.468 $, als Zhuoer seine Bemerkungen machte. Der STRC-Abschlag hat sich leicht verringert, ist aber nicht verschwunden.

Die ungelöste Frage

Die große Unbekannte ist, wie viel selektive Verkäufe tatsächlich stattfinden könnten und wie sie wahrgenommen werden könnten. Zhuoer stellt es als taktischen Schachzug dar, der die strategische Ausrichtung nicht ändert. Aber je mehr diese Verkäufe auftauchen, desto mehr wird der Markt fragen: Ist das noch Akkumulation oder wird hier der Ausgang geebnet? Diese Frage hat noch keine klare Antwort.