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CLARITY Act würde XRP zum Rohstoff bestimmen und US-Banken für Ripple öffnen

CLARITY Act würde XRP zum Rohstoff bestimmen und US-Banken für Ripple öffnen

Ein Satz von Bestimmungen, die im CLARITY Act – dem umfassenden Gesetz zu digitalen Assets vor dem Kongress – enthalten sind, würde XRP dauerhaft als Rohstoff unter CFTC-Aufsicht einstufen und das gesamte US-Bankensystem für Ripples Infrastruktur freigeben. Die im Mai 2026 datierte Gesetzgebung nutzt Abschnitt 105, um blockchainbasierte Kryptowährungen als Rohstoffe zu verankern, wodurch Richter Torres' 2023-Urteil zu sekundären XRP-Verkäufen effektiv in Bundesrecht umgesetzt wird. Abschnitt 110 stuft das XRP Ledger als 'ausgereifte Blockchain' ein, und Abschnitt 401 erlaubt Banken, Kreditgenossenschaften und Finanzholdinggesellschaften, digitale Assets für Zahlungen, Verwahrung, Abwicklung und Abrechnung zu nutzen.

Abschnitt 105 kodifiziert den Torres-Präzedenzfall

Abschnitt 105 des CLARITY Act definiert digitale Assets und unterstützt ausdrücklich die Klassifizierung blockchainbasierter Kryptowährungen als Rohstoffe. Diese Formulierung würde die Aufsicht von der SEC zur CFTC verlagern – eine strukturelle Änderung, die die Kryptoindustrie seit Jahren fordert. Direkter noch: Es würde Richter Torres' Entscheidung, dass sekundäre XRP-Verkäufe keine Wertpapiere sind, in ein dauerhaftes Bundesgesetz umwandeln. Keine Abhängigkeit mehr von gerichtlichen Einzelfallentscheidungen; das Gesetz selbst würde festlegen, dass XRP bei Handel auf sekundären Märkten ein Rohstoff ist.

Der 'ausgereifte Blockchain'-Test von Abschnitt 110

Abschnitt 110 führt eine neue regulatorische Kategorie ein: ausgereifte Blockchains unter CFTC-Aufsicht. Um die Qualifikation zu erfüllen, muss eine Blockchain eine Ausfallzeit von null aufweisen, eine hohe Transaktionsanzahl verzeichnen und dezentrale Validatorenplatzierung bieten. Das XRP Ledger erfüllt alle Kriterien – 13 Jahre ohne Ausfall, über 90 Millionen verarbeitete Transaktionen und global verteilte Validatoren. Sollte der CLARITY Act verabschiedet werden, würde Abschnitt 110 XRP offiziell als digitalen Rohstoff einstufen. Diese Einstufung ist entscheidend für Compliance, Börsennotierung und institutionelle Verwahrung.

Abschnitt 401 öffnet die Banken für Ripple

Die folgenreichste Bestimmung für Ripples Geschäftsmodell ist Abschnitt 401. Er erlaubt US-Banken, Kreditgenossenschaften und Finanzholdinggesellschaften, digitale Assets für Zahlungen, Verwahrung, Abwicklung und Abrechnung einzusetzen. Diese Formulierung ist weit genug, um Ripples Zahlungsinfrastruktur und das XRP Ledger selbst abzudecken. Derzeit sind amerikanische Banken weitgehend davon ausgeschlossen, native digitale Assets für Kernoperationen zu nutzen. Abschnitt 401 würde dies umkehren – und Ripples bestehendes Netzwerk von Bankpartnern hätte einen klaren rechtlichen Weg, XRP für grenzüberschreitende Abrechnungen einzusetzen.

Abschnitt 404 und Stablecoin-Beschränkungen

Nicht alles im CLARITY Act ist ein grünes Licht. Abschnitt 404 verbietet Zinszahlungen allein für das Halten von Stablecoins – eine direkte Einschränkung für die Vermarktung von Ripples RLUSD in den USA. Es erlaubt jedoch ertragsbasierte Belohnungen durch Staking, Governance und Treueprogramme. Diese Ausnahme bedeutet, dass RLUSD weiterhin attraktive Features bieten kann, jedoch keine passiven Zinsen. Die Bestimmung prägt Ripples Gestaltung des Stablecoin-Angebots für amerikanische Verbraucher und Institutionen.

Der Gesetzentwurf durchläuft derzeit noch die Ausschüsse. Der nächste konkrete Meilenstein ist eine Markup-Sitzung Ende Juni, bei der Änderungsanträge – insbesondere zu Stablecoin-Zinsen und Börsenregistrierung – den endgültigen Text verändern könnten.