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Russischer rubelgestützter Stablecoin A7A5 hat trotz Sanktionen Transaktionen im Wert von 110 Milliarden Dollar abgewickelt, laut CertiK

Russischer rubelgestützter Stablecoin A7A5 hat trotz Sanktionen Transaktionen im Wert von 110 Milliarden Dollar abgewickelt, laut CertiK

Ein russischer rubelgestützter Stablecoin namens A7A5 hat seit seinem Start mehr als 110 Milliarden Dollar an Transaktionen abgewickelt, wie ein Bericht des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK zeigt. Das Volumen, das dem einiger großer globaler Zahlungsnetzwerke in nichts nachsteht, wirft neue Fragen auf, wie sanktionierte Akteure digitale Währungen nutzen können, um westliche Finanzsanktionen zu umgehen.

Was die Ergebnisse zeigen

CertiKs Analyse verfolgte die On-Chain-Aktivität von A7A5, einem Token, der darauf ausgelegt ist, eine 1:1-Parität zum russischen Rubel aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen gab an, dass der Stablecoin ein Transaktionsvolumen von über 110 Milliarden Dollar abgewickelt hat, eine Zahl, die auf eine anhaltende Nutzung trotz der Sanktionen hindeutet, die die USA, die EU und andere nach der russischen Invasion der Ukraine verhängt haben. CertiK gab weder einen Zeitrahmen für die Daten an noch identifizierte, welche Parteien hinter den Transfers standen.

So funktioniert der Stablecoin

A7A5 wird auf einer Blockchain-Plattform ausgegeben, was es Inhabern ermöglicht, rubelbasierte Werte grenzüberschreitend zu senden, ohne auf traditionelle Bankkanäle angewiesen zu sein. Dies erschwert es Regulierungsbehörden, Vermögenswerte einzufrieren oder Zahlungen zu blockieren. Das Design des Stablecoins ähnelt dollarbasierten Tokens wie USDT oder USDC, aber die Rubel-Deckung bindet ihn direkt an die russische Währung. CertiKs Bericht gab keine Einzelheiten darüber an, wer A7A5 betreibt oder wie die Rubel-Reserven verwaltet werden, wodurch grundlegende Transparenzfragen offen bleiben.

Bedenken hinsichtlich der Umgehung von Sanktionen

Westliche Regierungen haben zunehmend gewarnt, dass Kryptowährungen zur Umgehung von Sanktionen genutzt werden könnten. Die Zahl von 110 Milliarden Dollar, falls korrekt, würde eine bedeutende Pipeline für Geldtransfers in und aus Russland darstellen. Der tatsächliche Einfluss ist jedoch schwer einzuschätzen. Dieselbe Transaktion kann mehrfach gezählt werden, wenn sie durch mehrere Wallets verläuft, und ein Teil des Volumens könnte aus automatisiertem Handel oder Arbitrage stammen, nicht nur aus Sanktionsumgehung. CertiKs Bericht unterteilt die Transaktionstypen nicht.

Die Existenz des Stablecoins an sich verstößt nicht gegen Sanktionen; die Frage ist, wer ihn nutzt und wozu. Wenn russische Banken, Oligarchen oder staatliche Unternehmen auf A7A5 angewiesen sind, um Gelder zu transferieren, könnte dies zu Durchsetzungsmaßnahmen führen. Bisher hat keine Regulierungsbehörde den Token öffentlich genannt oder Schritte unternommen, um ihn zu blockieren.

Was als Nächstes geschieht

CertiKs Daten werden voraussichtlich die Aufmerksamkeit der Finanzministerien und Finanznachrichtendienste in den USA und Europa auf sich ziehen. Diese könnten Blockchain-Analyseunternehmen zu detaillierteren Daten drängen oder Vorladungen an Börsen und Wallet-Anbieter erlassen, die mit A7A5 interagieren. Die Betreiber des Stablecoins haben sich bisher nicht geäußert, und CertiK gab an, das Netzwerk weiterhin zu überwachen. Ob die Zahl von 110 Milliarden Dollar konkrete regulatorische Maßnahmen auslöst – oder lediglich zu einem wachsenden Beweispool beiträgt, dass Kryptosanktionen undicht sind – bleibt offen.