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Singapurs MAS entzieht Bsquared die Lizenz wegen Compliance-Verstößen und falscher Informationen

Singapurs MAS entzieht Bsquared die Lizenz wegen Compliance-Verstößen und falscher Informationen

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) entzog Bsquared am Mittwoch die Lizenz als bedeutendes Zahlungsinstitut (Major Payment Institution License) und nannte dabei schwerwiegende Compliance-Mängel, die bei einer Vor-Ort-Prüfung aufgedeckt wurden. Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass Bsquared Lücken im Risikomanagement und bei der Behandlung von Interessenkonflikten aufwies, Auslagerungsregeln nicht befolgte und falsche oder irreführende Informationen lieferte. Die Lizenz war nur 16 Monate lang gehalten worden, bevor diese seltene Durchsetzungsmaßnahme ergriffen wurde.

Was die Prüfung ergab

Die Inspektoren der MAS stellten in mehreren Kernbereichen Mängel fest. Die Verfahren zum Risikomanagement waren unzureichend. Das Unternehmen ging nicht angemessen auf Interessenkonflikte ein. Auslagerungsvereinbarungen verstießen gegen regulatorische Standards. Am schwerwiegendsten war, dass das Unternehmen der MAS falsche oder irreführende Informationen vorlegte – ein Befund, der den Lizenzentzug wahrscheinlich beschleunigt hat. Die Aufsichtsbehörde gab nicht an, ob diese Falschinformationen Transaktionsvolumina, den Compliance-Status oder andere Betriebsdaten betrafen.

Eine kurze Lizenz, ein seltener Entzug

Bsquared besaß seine Lizenz als bedeutendes Zahlungsinstitut nur 16 Monate lang. Es ist eines von 37 Unternehmen, die von der MAS eine Lizenz für Dienstleistungen mit digitalen Zahlungstoken in Singapur erhalten haben. Lizenzentzüge sind in dem Stadtstaat, der sich als führender Krypto-Hub positioniert hat, selten. Coinbase und Ripple unterhalten dort regionale Büros, und Crypto.com hat seinen globalen Hauptsitz in Singapur. Der Schritt zeigt, dass die MAS entschlossen handelt, wenn sie Versäumnisse feststellt – insbesondere wenn sie glaubt, getäuscht worden zu sein.

Individuelle Konsequenzen stehen bevor

Die Aufsichtsbehörde ist noch nicht fertig. Die MAS teilte mit, dass sie das Verhalten der leitenden Angestellten von Bsquared prüft, was zu separaten Strafen führen könnte – Berufsverbote, Geldstrafen oder sogar Strafanzeigen. Diese Überprüfung läuft noch, und das Ergebnis ist noch nicht öffentlich. Für die Führungskräfte von Bsquared tickt die Uhr.

Durchsetzung im Rahmen einer breiteren Initiative

Die Maßnahme vom Mittwoch ist nicht Singapurs einzige jüngste Verschärfung. Im vergangenen Jahr lehnte die MAS einen Antrag von AmazingTech, dem Betreiber von Tokenize Xchange, ab, und die Abteilung für Wirtschaftskriminalität (Commercial Affairs Department) leitete eine Untersuchung gegen dieses Unternehmen ein. Gleichzeitig hat die Aufsichtsbehörde Innovationen zugelassen: Die Singapore Gulf Bank startete diese Woche einen Dienst, der institutionellen Kunden ermöglicht, Stablecoins direkt über die Solana-Blockchain zu prägen und einzulösen. Der Kontrast ist beabsichtigt – die MAS will gesetzeskonforme Akteure, keine Regelbrecher.

Die leitenden Angestellten von Bsquared müssen nun ungewiss warten. Die MAS hat keinen Zeitplan für den Abschluss ihrer Überprüfung festgelegt, aber die Botschaft ist klar: Falsche Angaben und schwache Kontrollen werden nicht toleriert.