Der Vorsitzende des Aufsichtsausschusses des US-Repräsentantenhauses, James Comer, hat eine Untersuchung gegen die Prognosemärkte Kalshi und Polymarket eingeleitet. Die Überprüfung betrifft Wetten, die angeblich kurz vor US-Militäraktionen gegen den Iran platziert wurden. Comer fordert von den CEOs Auskunft über die Maßnahmen zur Verhinderung von Insiderhandel.
Ermittlungen konzentrieren sich auf verdächtiges Timing
Comers Ausschuss prüft Berichte über Wetten, die kurz vor US-Militäreinsätzen gegen den Iran abgeschlossen wurden. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob diese Geschäfte nicht öffentlich zugängliche Informationen über bevorstehende Aktionen ausgenutzt haben. In der ursprünglichen Anfrage wurden keine konkreten Daten oder Handelsvolumina genannt.
Direkte Anfrage an die Führungskräfte
Comer sandte formelle Anfragen an die Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen und forderte detaillierte Angaben zu den internen Sicherheitsvorkehrungen gegen Insiderhandel. Die Anfrage zielt speziell darauf ab, wie Kalshi und Polymarket verdächtig timingbezogene Wetten auf geopolitische Ereignisse überwachen und darauf reagieren. Keines der Unternehmen hat den Eingang der Anfrage öffentlich bestätigt.
Plattformoperationen unter der Lupe
Sowohl Kalshi als auch Polymarket ermöglichen es Nutzern, Verträge auf der Grundlage realer Ereignisse zu handeln, darunter politische und militärische Ereignisse. Dieses Modell hat bereits früher regulatorische Aufmerksamkeit erregt, da die Plattformen potenziell die Möglichkeit bieten, klassifizierte Informationen zu monetarisieren. Comers Untersuchung ist die erste parlamentarische Prüfung ihrer iranbezogenen Handelshistorie.
Offene Fragen zu den Protokollen
Die Untersuchung wirft sofortige Fragen auf, wie Prognosemärkte die Identität der Nutzer überprüfen und Handelsmuster verfolgen. Comer fordert die Vorlage aller Maßnahmen, die ergriffen wurden, um Insideraktivitäten bei militärbezogenen Verträgen zu verhindern oder zu bekämpfen. Die Plattformen operieren derzeit ohne standardisierte bundesstaatliche Aufsicht für solche Szenarien.
Die Mitarbeiter des Ausschusses haben keine Frist für die Antworten der CEOs gesetzt, doch beide Unternehmen stehen unter Druck, ihre internen Protokolle in den kommenden Wochen offenzulegen.




