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New Yorker Bürgermeister fordert Festnahme Netanjahus bei USA-Besuch mit Verweis auf ICC-Haftbefehl

New Yorker Bürgermeister fordert Festnahme Netanjahus bei USA-Besuch mit Verweis auf ICC-Haftbefehl

Der Bürgermeister von New York City hat die USA aufgefordert, den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu festzunehmen, falls er das Land betritt, und verwies dabei auf einen ausstehenden Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC). Die Stellungnahme verschärft die ohnehin angespannte internationale Lage Netanjahus zusätzlich.

Die Forderung des Bürgermeisters

Der Bürgermeister forderte die Bundesbehörden auf, den ICC-Haftbefehl umzusetzen, und argumentierte, dass die USA keinem vom Gericht gesuchten Amtsträger Schutz bieten sollten. Der genaue Wortlaut der Erklärung wurde nicht veröffentlicht, doch die Botschaft war eindeutig: Netanjahu sollte bei einem USA-Besuch festgenommen werden. Das Büro des Bürgermeisters präzisierte nicht, ob eine offizielle Anfrage an das Weiße Haus oder das Justizministerium gestellt wurde.

Prognosen aus dem Wettmarkt

Ein Prognosemarkt beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass Netanjahu bis zum 24. Juli den ehemaligen Präsidenten Donald Trump trifft, derzeit auf 0,7 %. Bis zum 31. Juli steigt dieser Wert auf 46 %. Der starke Anstieg deutet darauf hin, dass Händler einen möglichen Besuch später im Monat erwarten, auch wenn die Chancen weiterhin unter 50 % liegen. Der Markt berücksichtigt die Forderung des Bürgermeisters nicht, die Reisepläne weiter erschweren könnte.

Bedeutung des ICC-Haftbefehls

Der Internationale Strafgerichtshof hatte den Haftbefehl Anfang des Jahres erlassen und Netanjahu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit den israelischen Militäroperationen im Gazastreifen vorgeworfen. Die USA sind kein Vertragsstaat des Römischen Statuts, das den ICC begründete, und haben sich historisch gegen die Zuständigkeit des Gerichts für amerikanische und verbündete Amtsträger ausgesprochen. Dennoch zeigt die Stellungnahme des Bürgermeisters, dass einige US-Führungskräfte bereit sind, den Haftbefehl als politisches Instrument zu nutzen.

Netanjahu hat keine Reisepläne in die USA bestätigt. Sein Büro lehnte eine Stellungnahme zu den Äußerungen des Bürgermeisters ab. Die israelische Regierung hat den ICC-Haftbefehl als politisch motiviert und rechtlich unbegründet zurückgewiesen.

Politische Folgen

Die Forderung des Bürgermeisters bringt die Regierung Biden in eine schwierige Lage. Das Weiße Haus hat sich weder zu dem Haftbefehl noch zu der Forderung des Bürgermeisters öffentlich geäußert. Die Festnahme eines amtierenden ausländischen Regierungschefs auf US-Boden wäre beispiellos und könnte eine diplomatische Krise auslösen. Die Regierung könnte die Forderung des Bürgermeisters ignorieren, doch die Stellungnahme hält das Thema in den Schlagzeilen.

Für Netanjahu sind die Worte des Bürgermeisters eine weitere Erinnerung daran, dass sein internationaler Empfang eingeschränkt ist. Mehrere europäische Länder haben angedeutet, dass sie ihn bei Betreten ihres Hoheitsgebiets festnehmen würden. Die USA bleiben ein wichtiger Verbündeter, doch die Haltung des Bürgermeisters zeigt, dass die Unterstützung nicht einhellig ist.

Der Prognosemarkt wird sich mit dem Näherrücken des 24. und 31. Juli aktualisieren und einen Echtzeit-Indikator dafür bieten, ob Händler ein Treffen erwarten. Derzeit sind die Quoten niedrig – sie könnten jedoch schnell steigen, falls Netanjahu einen Besuch ankündigt.