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Ölpreise fallen, da die Spannungen zwischen den USA und Iran die vierte Nacht in Folge nachlassen

Ölpreise fallen, da die Spannungen zwischen den USA und Iran die vierte Nacht in Folge nachlassen

Die Ölpreise fielen in dieser Woche, da die Ruhe zwischen den USA und Iran die vierte Nacht in Folge anhielt und die Risikoprämie verringerte, die die Märkte in Atem gehalten hatte. Die anhaltende Ruhe hat die Rohöl-Benchmarks stabilisiert, während Händler ihre Wetten auf eine plötzliche Versorgungsstörung zurückfahren.

Vier Nächte der Ruhe

Der jüngste Rückgang erfolgt nach einer Phase erhöhter Besorgnis über einen möglichen Konflikt in der Straße von Hormus, einem kritischen Engpass für globale Öllieferungen. Jede Nacht ohne neuen Vorfall hat die Angst abgebaut, dass ein einziger Schlag die Preise in die Höhe treiben könnte. Bis Donnerstag war West Texas Intermediate-Rohöl unter 75 Dollar pro Barrel gefallen, während Brent-Rohöl auf rund 79 Dollar nachgab.

Analysten hatten wochenlang gewarnt, dass jede Eskalation das Öl über 100 Dollar treiben könnte. Dieses Szenario erscheint nun weniger wahrscheinlich, zumindest vorerst.

Marktreaktion

Der Preisrückgang beschleunigte sich nach der vierten ruhigen Nacht in Folge. Die Handelsvolumina waren moderat, ohne Panikverkäufe, aber mit einem stetigen Abwärtstrend, da spekulative Long-Positionen aufgelöst wurden. Die Bewegung war breit angelegt: Auch Benzin- und Diesel-Futures fielen, was die gleiche Entspannung der geopolitischen Ängste widerspiegelt.

Einige Händler hatten große Positionen aufgebaut, die auf eine Störung wetteten. Diese Wetten werden nun geschlossen, was den Abwärtsdruck verstärkt.

Was hinter der Stabilität steckt

Weder Washington noch Teheran haben einen großen Politikwechsel signalisiert. Aber das Ausbleiben neuer Provokationen – keine Marinekonfrontationen, keine Drohnenvorfälle, keine aggressive Rhetorik – hat es dem Markt ermöglicht, sich wieder auf die Fundamentaldaten zu konzentrieren. Die globalen Ölvorräte bleiben reichlich, die USA pumpen auf Rekordniveau und die OPEC+ hält die Produktion stabil.

Das Risiko eines Preissprungs ist nicht vollständig verschwunden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist mit jedem ruhigen Tag stark gesunken.

Was den Trend ändern könnte

Händler achten nun auf neue diplomatische Signale oder militärische Bewegungen, die die derzeitige Ruhe brechen könnten. Ein einziger Vorfall – die Beschlagnahmung eines Tankers, ein Raketentest, eine scharfe Erklärung – könnte den Rückgang innerhalb von Stunden umkehren. Der Markt kalkuliert derzeit eine niedrigere Risikoprämie ein, aber diese Prämie könnte schnell wieder ansteigen.

Der nächste große Test wird kommen, wenn die USA und Iran das nächste Mal zu Gesprächen zusammenkommen, falls dies geschieht. Bis dahin werden die Ölpreise wahrscheinlich unter Druck bleiben, solange die Nächte ruhig bleiben.