Nvidias finanzielle Absicherung
Nvidia befindet sich Berichten zufolge in Gesprächen, um eine Garantie über 250 Milliarden Dollar zu stellen, um den Mietvertrag für OpenAIs geplantes Datenzentrum in Ohio zu sichern – ein Projekt, das insgesamt mehr als 500 Milliarden Dollar kosten könnte. Der Chip-Hersteller diskutiert zudem eine Finanzierung für OpenAIs Chipeinkäufe im Wert von bis zu 350 Milliarden Dollar. Investoren haben infrage gestellt, ob Nvidias Bereitschaft, derart massive Verpflichtungen zu übernehmen, darauf hindeutet, dass die KI-Nachfrage nicht so robust ist wie bisher angenommen, oder dass OpenAI selbst nicht über das Kapital verfügt, um seine eigene Expansion zu finanzieren.
Die Berichte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die gesamte Halbleiterbranche nach monatelanger KI-Euphorie einen Realitätscheck erlebt. Die Verkaufswelle traf Speicherhersteller besonders hart: SK Hynix und Samsung verloren im frühen Handel jeweils mehr als ein Zehntel ihres Wertes.
Chinesische Rivalität heizt sich auf
Während koreanische und japanische Chip-Aktien einbrachen, schoss der chinesische Speicherhersteller CXMT bei seinem Börsendebüt am Montag in Shanghai um bis zu 500 % über den Ausgabepreis in die Höhe. Die Rallye bewertete das Unternehmen mit rund 515 Milliarden Dollar und unterstreicht die Begeisterung der Anleger für heimische Chip-Champions.
Zusätzlicher Druck auf die koreanischen Marktführer entsteht durch ein staatlich unterstütztes chinesisches Unternehmen, das mit der Massenproduktion eigener Tief-UV-Lithografiemaschinen für SMIC, Hua Hong und CXMT begonnen hat. Dieser Schritt verringert Pekings Abhängigkeit vom niederländischen Anlagenbauer ASML für fortschrittliche Chipfertigungswerkzeuge. Analysten schätzen, dass sich der Abstand bei Hochbandbreitenspeicher zwischen CXMT und den koreanischen Marktführern von über fünf Jahren auf drei Jahre verringert hat – eine Bedrohung für die KI-Chip-Deals, die SK Hynix und Samsung mit US-amerikanischen Hyperscalern abgeschlossen haben.
Analystenmeinungen zur Verkaufswelle
Owen Lamont, Senior Vice President bei Acadian Asset Management, sagte, niemand wisse, wie sich KI auf die Wirtschaft auswirken werde, und gehebelte ETFs könnten die Schwankungen verstärken. Seine Vorsicht spiegelt eine breitere Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der KI-bezogenen Ausgaben wider.
Sundeep Gantori, Chief Investment Officer für Aktien bei Standard Chartered, argumentierte, dass die langfristige Chance für Speicherhersteller intakt bleibe, und verwies auf Brokerprognosen eines Preishöhepunkts im Jahr 2027. Er deutete an, dass die aktuelle Verkaufswelle eine Überreaktion auf kurzfristiges Rauschen sein könnte.
Die Anleger richten sich nun auf die Quartalsergebnisse von SK Hynix später in dieser Woche, um weitere Klarheit über




