Seagate Technology hat für das vierte Geschäftsquartal einen Umsatz von 3,629 Milliarden US-Dollar und einen Non-GAAP-Gewinn pro Aktie von 5,71 US-Dollar ausgewiesen und damit die Analystenerwartungen übertroffen, da Cloud- und Rechenzentrumskunden ihre Ausgaben für Hochkapazitätsfestplatten für KI-Workloads erhöht haben. Das Unternehmen gab zudem eine stärker als erwartete Prognose für das laufende Quartal ab, was die Aktie am 28. Juli im nachbörslichen Handel um rund 6 % steigen ließ.
KI-Nachfrage treibt Speicherwachstum an
Das Management verwies auf eine robuste Nachfrage von Cloud-Anbietern und Unternehmensrechenzentren, wo KI-Training, Inferenz und Protokollspeicherung zu einem sprunghaften Anstieg der Datengenerierung führen. „KI-Workloads benötigen nicht nur GPUs – sie benötigen riesige Mengen an kosteneffizientem Speicher für die Daten, die diese GPUs produzieren“, erklärte das Unternehmen in seiner Gewinnmitteilung. Seagate erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt, und prognostiziert für das erste Geschäftsquartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von rund 4,10 Milliarden US-Dollar (plus/minus 100 Millionen US-Dollar) und einen Non-GAAP-Gewinn pro Aktie von 7,30 US-Dollar (plus/minus 0,20 US-Dollar).
Mozaic-Plattform und HAMR-Technologie
Seagate hob seine Mozaic-Plattform hervor, die wärmeunterstützte magnetische Aufzeichnung (HAMR) nutzt, um die Kapazität pro Laufwerk zu erhöhen und gleichzeitig den Stromverbrauch und den physischen Platzbedarf zu reduzieren. Das Unternehmen gab an, dass Mozaic bei Hyperscale-Kunden an Bedeutung gewinnt, die Petabytes an Daten speichern müssen, ohne die Rechenzentrumsfläche zu erweitern. Die HAMR-Technologie ermöglicht es Seagate, die Aufzeichnungsdichte über herkömmliche Grenzen hinaus zu steigern, was einen entscheidenden Differenzierungsfaktor im Markt für Massenspeicher darstellt.
Finanzstärke und Aktionärsrenditen
Seagate erwirtschaftete im Quartal einen freien Cashflow von 1,118 Milliarden US-Dollar, was es dem Unternehmen ermöglichte, Schulden in Höhe von 302 Millionen US-Dollar zu tilgen und 283 Millionen US-Dollar in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückzugeben. Die Bilanzverbesserung erfolgt inmitten einer zyklischen Erholung des Festplattenmarktes, die durch die KI-bedingte Nachfrage beflügelt wurde. Wells Fargo stufte Seagate am 10. Juli auf „Overweight“ hoch und verwies auf den strukturellen Wandel hin zu Hochkapazitätslaufwerken.
Seagate wird seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal Ende Oktober veröffentlichen. Anleger werden beobachten, ob das Unternehmen seinen Wachstumskurs angesichts der sich weiterentwickelnden KI-Speichernachfrage beibehalten kann.




