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FIFA plant Verkauf von 21% Anteil an neuer Tochtergesellschaft mit einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar

FIFA plant Verkauf von 21% Anteil an neuer Tochtergesellschaft mit einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar

Die FIFA hat Pläne bestätigt, bis zu 21 % einer neuen Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) zu verkaufen, mit dem Ziel einer Bewertung von 20 Milliarden Dollar und der Absicht, rund 4,2 Milliarden Dollar von privaten Investoren einzunehmen. Die Times berichtete zuerst über den Plan, und die FIFA bestätigte die Grundzüge noch am selben Tag. Die FFE soll die Übertragungsrechte, das Ticketing, die Lizenzierung und die Sponsoringeinnahmen der Weltmeisterschaft bündeln – und damit Investoren faktisch den Einstieg in den kommerziellen Motor des Turniers ermöglichen.

Die Deal-Struktur

FFE-Investoren würden neben den sofort eingenommenen 4,2 Milliarden Dollar einen direkten Anteil an künftigen Gewinnen erhalten. Die Mitgliedsverbände sollen über einen Zeitraum von 12 Jahren Ausschüttungen in Höhe von bis zu 86 Millionen Dollar pro Verband bekommen. Joshua Kushner verhandelt Berichten zufolge über die Führung des Kaufs über seinen Investmentfonds Thrive Eternal. JPMorgan Chase berät die FIFA bei dem Verkauf. Der Vierjahreszyklus der FIFA, der mit der WM 2026 endet, erzielte einen Rekordumsatz von 15 Milliarden Dollar, was dem Plan eine gewisse finanzielle Schlagkraft verleiht.

UEFAs scharfe Verurteilung

Die UEFA verurteilte den Plan innerhalb weniger Stunden nach dem Bericht und erklärte, dass die Führung des Fußballs nicht gehandelt werden dürfe. Der europäische Verband nahm kein Blatt vor den Mund – er sieht den Schritt als einen Schritt zur Privatisierung des größten Sportereignisses. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte den Plan als Reinvestition in den Sport, nicht als Verkauf. Er argumentiert, dass das Geld in die Entwicklung zurückfließe, aber Kritiker kaufen ihm das nicht ab.

Bedenken der Kritiker

Gegner erwarten, dass die FFE die Ticketpreise in die Höhe treiben, zusätzliche Spiele in den Kalender aufnehmen und Übertragungen hinter Bezahlschranken verschieben wird. Die Struktur gibt privaten Investoren einen direkten Anspruch auf künftige WM-Einnahmen, was Anreize schaffen könnte, Fans und Sendern noch mehr Geld abzupressen. Infantinos Verteidigung hat die Gegenreaktion nicht besänftigt.

Kryptos tangentiale Rolle

Keine Kryptowährungsbörse gehört zu den offiziellen Sponsoren des Turniers, aber Kraken ist der Unterstützer unter den Kryptobörsen. Der Vorhersagemarkt Kalshi gewann während der WM 2026 drei Millionen Nutzer hinzu, und Rapper Drake verlor 1,5 Millionen Dollar mit einer Vorhersagewette auf Argentinien. Unabhängig davon gab die britische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Conduct Authority) Tage vor der WM Warnungen zu Krypto-Sponsoring an Premier-League-Clubs heraus, mit Verweis auf Geldwäschebedenken. Der FFE-Plan betrifft Kryptowährungen nicht direkt, aber die Überschneidungen zeigen, wie digitale Vermögenswerte weiterhin um den Sport kreisen.

Die 211 Mitgliedsverbände der FIFA und der FIFA-Rat müssen den Plan vor der Umsetzung genehmigen. Ein Zeitplan wurde noch nicht festgelegt, aber der Verband handelt schnell. Die Abstimmung wird entscheiden, ob die kommerzielle Zukunft des Fußballs intern bleibt oder sich externem Kapital öffnet.