Bitcoin-Miner erlitten diese Woche einen doppelten Rückschlag. Die Einnahmen sanken um 9,44 %, nachdem eine Netzwerk-Schwierigkeitsanpassung auf einen bereits einsetzenden Preisrückgang traf, der den Hashpreis bereits gesenkt hatte. Das Ergebnis: Der Hashpreis fiel von rund 40 USD auf 35 USD pro Petahash pro Sekunde (PH/s), was die Gewinnmargen sowohl für große als auch kleine Betreiber unter Druck setzt.
Der Rückgang des Hashpreises
Der Hashpreis — der erwartete Wert von 1 PH/s Rechenleistung pro Tag — begann am 14. Mai zu sinken, als der Bitcoin-Preis schwächer wurde. Zwei Tage später, am 15. Mai, stieg die Netzwerk-Schwierigkeit um 3,12 %, was den Einbruch der Einnahmen verstärkte. Dies ist die Art von Doppelschlag, den Miner verabscheuen: weniger Belohnung für die gleiche Arbeit sowie mehr Wettbewerb um die gleichen Blockbelohnungen.
Der 9,44 %ige Einnahmenrückgang ist die unmittelbarste Folge. Miner, die ältere, weniger effiziente Anlagen betreiben, werden die Auswirkungen am schnellsten spüren. Solche mit langfristigen Stromverträgen oder next-gen-Hardware könnten den Schlag möglicherweise abfedern, doch die Gewinnmarge ist nun geringer als noch vor einer Woche.
Funktionsweise der Schwierigkeitsanpassung
Die Schwierigkeit von Bitcoin wird etwa alle zwei Wochen angepasst, um die Blockproduktion stabil zu halten. Ein Anstieg von 3,12 % bedeutet, dass die Rechenleistung des Netzwerks gewachsen ist — mehr Maschinen sind in den Wettbewerb eingetreten. Dies ist normalerweise ein bullisches Signal für die Netzwerkgesundheit, doch wenn er gleichzeitig mit einem Preiseinbruch einhergeht, bestraft dies Miner, die ihre Risiken nicht abgesichert haben.
Die Anpassung trat am 15. Mai in Kraft, einen Tag nachdem der Hashpreis zu sinken begann. Der Zeitpunkt ist nicht ideal. Miner, die auf einen stabilen oder steigenden Hashpreis gesetzt hatten, sehen sich nun mit einer niedrigeren Umsatzprognose für die nächsten zwei Wochen konfrontiert, bis zur nächsten Schwierigkeitsanpassung.
Was die Miner erwartet
Ein Hashpreis von 35 USD pro PH/s ist kein Krisengebiet, stellt aber einen merklichen Rückgang dar im Vergleich zum lang anhaltenden Niveau von 40 USD im Frühjahr. Für börsennotierte Miner, die quartalsweise Berichte veröffentlichen, könnte die dieswöchige Einengung niedrigere Umsatzerwartungen bedeuten. Private Betreiber mit geringen Gewinnmargen müssen möglicherweise entscheiden, ob sie einige Maschinen drosseln oder die Situation aussitzen.
Die nächste Schwierigkeitsanpassung steht in etwa zwei Wochen an. Sollte sich der Preis nicht erholen, könnte das Netzwerk eine Schwierigkeitsabsenkung erleben, da einige Miner ihre Rechenleistung offline nehmen. Dies würde den Druck letztlich verringern — allerdings erst nach weiteren Wochen mit engeren Margen.




