Die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission hat Krypto-Perpetual-Futures-Kontrakte genehmigt – eine regulatorische Premiere für ein Produkt, das sich auf außerbörslichen Märkten etabliert hat. In einem diese Woche veröffentlichten Rundschreiben erklärte die Behörde, dass ein 24/7-Handel für digitale Vermögenswerte angemessen sei, warnte jedoch, dass dieselbe Struktur für andere Sektoren möglicherweise nicht geeignet sei.
Was die CFTC genehmigt hat
Perpetual Futures – Kontrakte ohne Verfallsdatum, die auf Margin gehandelt werden – sind seit Jahren ein fester Bestandteil von Krypto-Börsen. Doch bis jetzt hatten US-Aufsichtsbehörden sie nicht explizit gebilligt. Die Genehmigung der CFTC gibt Börsen einen klaren Rahmen, um das Produkt amerikanischen Händlern anzubieten – eine Entwicklung, die Aktivitäten zurück ins Inland holen könnte.
Die 24/7-Ausnahme
Das Rundschreiben zieht einen deutlichen Trennstrich zwischen Krypto- und traditionellen Märkten. Es stellt fest, dass der bei Kryptowährungen übliche Rund-um-die-Uhr-Handelsrhythmus für diese Anlageklasse geeignet ist, warnt aber Regulierungsbehörden und Börsen davor, anzunehmen, dass dasselbe Modell auch für Aktien, Rohstoffe oder andere Derivate funktioniere. Die Begründung: Krypto-Märkte schlafen nie, während andere Märkte möglicherweise nicht in der Lage sind, eine unterbrechungsfreie Abwicklung und ein entsprechendes Risikomanagement zu gewährleisten.
Was als Nächstes kommt
Die Genehmigung beseitigt eine zentrale rechtliche Unsicherheit für Börsen, die auf regulatorische Klarheit gewartet haben. Unternehmen müssen nun spezifische Vertragsbedingungen und Risikokontrollen der CFTC zur Prüfung vorlegen. Das Rundschreiben deutet zudem auf eine strengere Aufsicht für jeden Versuch hin, das Modell über Krypto hinaus auszuweiten – ein Signal, dass die Behörde frühzeitig eine Grenze zieht.




