Fold Holdings hat eine vierjährige, vorrangig besicherte revolvierende Kreditfazilität mit Encina Lender Finance abgeschlossen, die auf 150 Millionen US-Dollar begrenzt ist. Das Geld wird durch Verbraucher-Kreditkartenforderungen besichert – das bedeutet, dass das Unternehmen Kapital abrufen kann, wenn diese Forderungen wachsen, und es zurückzahlen kann, wenn sich das Portfolio umschlägt. Eine unverbindliche Akkordeonklausel ermöglicht es Fold, die Fazilität um weitere 150 Millionen US-Dollar zu erweitern, ohne neue Aktien auszugeben, wodurch eine Verwässerung des Eigenkapitals vollständig vermieden wird.
Der Deal auf einen Blick
Bei der Fazilität handelt es sich um einen revolvierenden Kredit, nicht um eine einmalige Auszahlung. Diese Struktur entspricht der Funktionsweise von Folds Bitcoin-Kreditkartengeschäft: Wenn Karteninhaber ausgeben und Salden führen, bauen sich Forderungen auf, und Fold kann die Kreditlinie in Anspruch nehmen. Wenn sich das Portfolio umschlägt, wird der Kredit zurückgezahlt. Encina Lender Finance, ein unabhängiges Spezialfinanzierungsunternehmen mit Niederlassungen in mehreren US-Städten, ist auf genau diese Art von besicherter Kreditvergabe spezialisiert. Die Vereinbarung lässt Folds Eigenkapital unberührt – keine neuen Token, keine Zweitplatzierungen.
Wie die Karte funktioniert
Die Fold Bitcoin-Kreditkarte läuft über Visa und wird von der Celtic Bank über Stripe Issuing ausgegeben. Sie wird an rund 175 Millionen Händlern weltweit akzeptiert. Karteninhaber erhalten eine Basisvergütung von 1,5 % in Bitcoin auf alle Nettoeinkäufe. Dieser Satz kann durch verhaltensbasierte Boni auf bis zu 4 % steigen – und es gibt einen zusätzlichen Bonus von 0,5 % für jeden, der den Kontoauszugssaldo mit Bitcoin bezahlt, der auf einem Fold-Konto gehalten wird. Zum ersten Quartal 2026 waren mehr als 1.000 Karten im Umlauf. Fold plant, den Zugang in gestaffelten Chargen zu öffnen, sodass der Rollout keine Überschwemmung darstellt.
Die Zahlen hinter dem Wachstum
Fold wächst noch nicht rasant. Die Einnahmen im ersten Quartal 2026 beliefen sich auf 5,6 Millionen US-Dollar, ein Rückgang von 21,1 % im Jahresvergleich. Das Transaktionsvolumen ging um 32 % zurück. Die neue Kreditfazilität gibt dem Unternehmen eine Startbahn, um weiter Karten auszugeben und die Forderungsbasis aufzubauen, ohne das Eigenkapital zu belasten. Es ist eine Wette darauf, dass das Kartenprogramm schnell genug skaliert werden kann, um diese Zahlen zu verbessern – und dass die Forderungsqualität unter Marktdruck standhält.
Zu beachtende Risiken
Die Volatilität des Bitcoin-Preises wirkt sich direkt auf den Belohnungswert für Kunden aus, was die Nutzung und damit den Forderungspool beeinträchtigen könnte. Breitere Marktverschiebungen setzen auch die Verbraucherkreditqualität unter Druck – ein Abschwung könnte das Portfolio, gegen das der Kredit besichert ist, verschlechtern. Folds Abhängigkeit von einem einzigen Kreditkartenprodukt für die Besicherung der Fazilität bedeutet, dass jedes Stolpern in diesem Programm direkt auf den Kreditgeber zurückfällt.
Fold plant, den Kartenzugang in den kommenden Monaten in gestaffelten Chargen einzuführen. Wie schnell diese Chargen gefüllt werden – und wie sich der Forderungspool entwickelt – wird darüber entscheiden, ob die Akkordeonklausel jemals genutzt wird.




