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Kraken-Muttergesellschaft Payward streicht 150 Stellen vor geplantem Börsengang

Kraken-Muttergesellschaft Payward streicht 150 Stellen vor geplantem Börsengang

Payward, die Muttergesellschaft der Kryptowährungsbörse Kraken, entlässt 150 Mitarbeiter im Rahmen eines Restrukturierungsvorstoßes, der darauf abzielt, die Abläufe vor einem geplanten Börsengang zu straffen und frisches Kapital zu sichern.

Verschlankung vor der Börsennotierung

Der Stellenabbau betrifft rund 15 % der Belegschaft von Payward, wie mit der Sache vertraute Personen berichten. Das Unternehmen erklärte, die Kürzungen seien Teil einer umfassenderen Anstrengung, die Abläufe zu straffen und sich für die nächste Wachstumsphase zu positionieren. Kraken hat seit Monaten eine Börsennotierung ins Auge gefasst, und der Schritt signalisiert, dass die Führung es ernst meint mit der Bereinigung der Bilanz vor diesem Meilenstein.

Payward ist nicht allein mit dem Personalabbau. Krypto-Unternehmen haben während eines anhaltenden Marktabschwungs Stellen gestrichen, doch der Zeitpunkt ist hier bemerkenswert – Mitarbeiter zu entlassen, während man sich auf den Börsengang vorbereitet, deutet darauf hin, dass das Unternehmen Investoren zeigen will, dass es schlank wirtschaften kann.

Warum die Kürzungen jetzt

Die Entlassungen erfolgen, während Kraken zunehmendem regulatorischen Druck in den USA und im Ausland ausgesetzt ist. Das Unternehmen befindet sich in einem anhaltenden Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commission darüber, ob bestimmte auf seiner Plattform gelistete Token nicht registrierte Wertpapiere sind. Die Beilegung dieses Streits – oder zumindest die Verringerung rechtlicher Risiken – wird von Analysten als entscheidend für einen erfolgreichen Börsengang angesehen.

Payward lehnte es ab, sich zu den spezifischen regulatorischen Hürden zu äußern. Die Entscheidung des Unternehmens, Stellen abzubauen und neues Kapital zu suchen, deutet jedoch darauf hin, dass es versucht, Ressourcen für das zu sichern, was als Nächstes kommt.

Was für die verbleibenden Mitarbeiter bleibt

Angestellte, die bleiben, werden wahrscheinlich ein umstrukturiertes Organigramm erleben. Einige Abteilungen werden zusammengelegt, einige Teams werden komplett aufgelöst. Das Unternehmen hat nicht angegeben, welche Bereiche am stärksten betroffen sind, doch Quellen zufolge gehören Engineering- und Support-Rollen zu den betroffenen.

Kraken hat nach den Kürzungen noch etwa 1.000 Mitarbeiter. Die Börse arbeitet normal weiter, und Kundengelder sind nicht betroffen, teilte das Unternehmen in einem internen Memo mit.

Der Weg zu den öffentlichen Märkten

Kraken gab seine Pläne für einen Börsengang erstmals 2021 bekannt, doch der Prozess stockte, als die Kryptomärkte einbrachen und die Regulierungsbehörden durchgriffen. Die Stellenstreichungen sind das jüngste Zeichen dafür, dass das Management den IPO-Motor wieder anwirft. Ob Payward die Notierung abschließen kann – und wann – bleibt eine offene Frage. Das Unternehmen hat keinen Zeitplan festgelegt.