Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten letzte Woche erneut einen Abfluss von 1,7 Milliarden US-Dollar, was die vierte aufeinanderfolgende Woche mit Milliarden-Rücknahmen markiert. Die Summe dieser Abflüsse beläuft sich seit Mitte Mai auf mehr als 6 Milliarden US-Dollar, da makroökonomische Unsicherheiten selbst die liquideste Ecke des Kryptomarktes erschüttern.
Vier aufeinanderfolgende Wochen mit Milliarden-Abflüssen
Die Abflüsse waren stetig und beträchtlich. In jeder der vergangenen vier Wochen wurden bei allen Spot-Bitcoin-ETFs mindestens 1 Milliarde US-Dollar an Netto-Rücknahmen verzeichnet – ein Tempo, das in den ersten Monaten nach der Genehmigung undenkbar gewesen wäre. Die Zahl von 1,7 Milliarden US-Dollar aus der vergangenen Woche ist zwar etwas geringer als die 1,9 Milliarden US-Dollar der Vorwoche, liegt aber immer noch deutlich über dem täglichen Durchschnitt zu Beginn des Jahres.
Makroökonomische Gegenwinde treiben die Abflüsse an
Der Auslöser ist nicht kryptospezifisch. Sowohl Fondsmanager als auch Privatanleger reagieren auf dieselben makroökonomischen Unsicherheiten, die Aktien und Anleihen in den letzten Wochen stark getroffen haben. Erwartungen bezüglich der Zinssätze, Inflationsdaten und geopolitische Sorgen tragen alle zu einer risikoaversen Stimmung bei. Bitcoin, trotz gelegentlicher Behauptungen, eine Absicherung zu sein, bewegte sich während dieses Rückgangs weitgehend im Takt mit Technologieaktien.
Wendepunkt nach zuvor positiven Zuflüssen
Die aktuelle Serie von Abflüssen steht im starken Kontrast zum ersten Quartal 2026, als Spot-Bitcoin-ETFs jede Woche Milliarden anzogen. Damals trieben Preisdynamik und der Neuheitseffekt eine Flut neuer Gelder an. Heute werden dieselben Produkte als Ausstieg genutzt. Die vierwöchige Rücknahmeserie ist die längste seit dem Start der ETFs und beginnt, die Überzeugung institutioneller Anleger, die früh eingestiegen sind, auf die Probe zu stellen.
Die Frage ist nun, ob die Abflüsse nachlassen, sobald die wichtigsten Wirtschaftsdaten Ende des Monats vorliegen – oder ob weitere Rücknahmen bevorstehen, falls sich das makroökonomische Bild weiter eintrübt.




