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Verluste von Bitcoin-Kurzzeithaltern schrumpfen auf 4% – Verkaufsdruck lässt nach

Verluste von Bitcoin-Kurzzeithaltern schrumpfen auf 4% – Verkaufsdruck lässt nach

Bitcoin-Kurzzeithalter sitzen laut On-Chain-Daten auf Verlusten von nur 4% – eine deutliche Verbesserung gegenüber den zweistelligen roten Zahlen, die zu Beginn des Jahres zu sehen waren. Die Kennzahl vergleicht die durchschnittliche Kostenbasis von Coins, die innerhalb der letzten 155 Tage bewegt wurden, mit dem aktuellen Kurs. Wenn diese Lücke schrumpft, haben die Halter weniger Grund zu Panikverkäufen – und das kann den Markt entlasten.

So funktioniert die Kennzahl

Die Kostenbasis der Kurzzeithalter ist im Wesentlichen der Durchschnittspreis, zu dem aktuelle Käufer ihre Bitcoins erworben haben. In dieser Woche liegt dieser Wert nur 4% über dem Spotpreis. Zum Vergleich: Während des Ausverkaufs Anfang 2026 weitete sich die Lücke auf über 20% aus, was bedeutete, dass ein großer Teil der aktuellen Käufer tief im Minus steckte. Ein enger Verlust von 4% bedeutet, dass viele dieser Halter nahe der Gewinnschwelle sind. Steigt der Kurs noch etwas, könnten sie profitabel werden – und das verringert tendenziell den Verkaufsdruck der sogenannten „schwachen Hände“.

Wenn Kurzzeithalter auf großen Verlusten sitzen, neigen sie eher dazu, bei jeder Rallye zu verkaufen, nur um rauszukommen. Das erzeugt eine Angebotsdecke. Bei Verlusten von nur 4% ist diese Decke viel niedriger. Das garantiert keine Rallye, beseitigt aber einen der Gegenwinde, der die Oberseite begrenzt hat. Die Kehrseite: Fällt der Kurs weiter, könnten dieselben Halter immer noch in Panik geraten, aber der Spielraum ist gering. Ein Verlust von 4% ist psychologisch leichter zu verkraften als 20%.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, da Bitcoin seit Wochen seitwärts tendiert und Schwierigkeiten hat, über einen wichtigen Widerstand auszubrechen. Ein schrumpfender Verlust bei Kurzzeithaltern deutet darauf hin, dass der Markt langsam die Verkäufe absorbiert, die auf die Frühjahrskorrektur folgten. Das allein signalisiert noch keinen Ausbruch, aber es deutet darauf hin, dass das Schlimmste der Verteilung durch verängstigte aktuelle Käufer hinter uns liegen könnte. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Kurs über die Kostenbasis der Kurzzeithalter steigen und diese Kohorte wieder profitabel machen kann.