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Bitcoin rutscht ab, da die Chancen für das Krypto-Regulierungsgesetz auf 38 % fallen

Bitcoin rutscht ab, da die Chancen für das Krypto-Regulierungsgesetz auf 38 % fallen

Der Bitcoin-Kurs erlitt in dieser Woche einen Dämpfer, da eine dreifache Belastung aus steigenden Ölpreisen, höheren Zinsen und neuen regulatorischen Rückschlägen die Kryptomärkte erschütterte. Die Wahrscheinlichkeit des Clarity Act – des wichtigsten Gesetzes zur Kryptomarktstruktur – fiel laut Prognosemärkten auf 38 %, nachdem einflussreiche Demokraten strengere Schutzmaßnahmen in dem Gesetz gefordert hatten.

Warum die Chancen des Clarity Act gesunken sind

Die sinkende Wahrscheinlichkeit des Gesetzes spiegelt eine allgemeine regulatorische Abkühlung wider. Abgeordnete des Finanzdienstleistungsausschusses des Repräsentantenhauses verhandeln seit Monaten über das Marktstrukturgesetz, doch diese Woche legten mehrere Demokraten ihr Veto ein und bestanden auf strengeren Verbraucherschutz und klareren Regeln für Stablecoins. Die genauen Forderungen wurden nicht öffentlich gemacht, aber die Verschiebung reichte aus, um die Chancen des Gesetzes zum ersten Mal seit Anfang Juni unter 40 % zu drücken.

Es geht nicht nur um den Clarity Act. Auch andere Regulierungsbemühungen sind ins Stocken geraten oder stoßen auf neuen Widerstand. Die SEC hat signalisiert, dass sie es nicht eilig hat, weitere Spot-Krypto-ETFs zu genehmigen, und Maßnahmen auf Bundesstaatsebene haben die Unsicherheit noch verstärkt. Ein Regulierer schlug in diesem Monat neue Verwahrungsregeln vor, die Börsen zufolge kostspielig umzusetzen wären.

Geopolitische Risiken erhöhen den Druck

Über Washington hinaus belasten geopolitische Spannungen risikoreiche Anlagen allgemein. Steigende Ölpreise – ausgelöst durch Lieferunterbrechungen im Nahen Osten – haben Inflationsängste geschürt, was wiederum die Zentralbanken dazu veranlasst, die Zinsen länger hoch zu halten. Das ist ein doppelter Schlag für Kryptowährungen: Höhere Zinsen machen verzinsliche Anlagen attraktiver, und die ölgetriebene Inflation schmälert das verfügbare Einkommen von Privatanlegern.

Die Kombination war brutal für Bitcoin. Der Vermögenswert hat in den letzten zwei Wochen rund 12 % verloren, liegt aber im Jahresvergleich immer noch im Plus. Händler beobachten die nächste Sitzung der Federal Reserve genau; eine weitere Zinserhöhung könnte die Kurse weiter drücken.

Die Befürworter des Gesetzes haben einen schmalen Pfad vor sich. Sie müssen die Forderungen der Demokraten erfüllen, ohne die Unterstützung der Republikaner zu verlieren. Eine Anhörung zur Überarbeitung ist vorläufig für Anfang August geplant, könnte aber verschoben werden, wenn die Verhandlungen ins Stocken geraten. Falls die Chancen weiter sinken, könnte das Gesetz in diesem Jahr keine Abstimmung im Plenum erhalten.

Derzeit preist der Markt eine geringe Wahrscheinlichkeit für die Verabschiedung einer bedeutenden Krypto-Regulierung im Jahr 2026 ein. Das lässt Börsen und Projekte in einer vertrauten Schwebe – sie warten auf Regeln, die kommen könnten oder auch nicht.