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CFTC schließt sich Gemini an, um Vergleichsverfügung aufzuheben – Behörde räumt Fehler in der Beschwerde ein

CFTC schließt sich Gemini an, um Vergleichsverfügung aufzuheben – Behörde räumt Fehler in der Beschwerde ein

Die Commodity Futures Trading Commission hat etwas Seltenes getan: Sie hat ein Bundesgericht gebeten, ein Urteil aufzuheben, das sie erst vor wenigen Monaten erwirkt hatte. In einem gemeinsamen Antrag mit der Gemini Trust Company argumentierte die Behörde, dass der im Januar erzielte Vergleich in Höhe von 5 Millionen Dollar sowie die einstweilige Verfügung teilweise aufgehoben werden sollten. Der Grund, so die CFTC nun, sei, dass der ursprüngliche Fall gegen die Kryptobörse gar nicht hätte angestrengt werden dürfen.

Behörde räumt Fehler ein

Die CFTC erklärte, sie habe die Angelegenheit einer gründlichen erneuten Prüfung unterzogen, einschließlich der gesamten Untersuchungsgeschichte, der gesammelten Beweise, der Entscheidung, Anklage zu erheben, und des anschließenden Rechtsstreits. Ihr Fazit: Die Beschwerde hätte nicht eingereicht werden dürfen und wäre unter dem derzeitigen Durchsetzungsansatz der Behörde auch nicht erhoben worden. Dies markiert eine scharfe Kehrtwende gegenüber den letzten Wochen der Regierung von Präsident Joe Biden, als die CFTC einen Vergleich mit Gemini wegen angeblicher Falschaussagen während des Registrierungsprozesses der Börse bekannt gab.

Der Fall wurde 2022 eingereicht. Die CFTC erklärt nun, dass es ernsthafte Zweifel an der Beweiskraft gegen Gemini gegeben habe. Die Beschwerde stützte sich stark auf die Aussage eines Whistleblowers, die die Behörde als wenig glaubwürdig beschrieb. Die Ermittler, so die CFTC, hätten sich nicht auf mutmaßliche Betrüger konzentriert, sondern stattdessen Gemini verfolgt, das die Behörde nun als Betrugsopfer darstellt, wegen angeblicher Falschaussagen während der Registrierung.

Whistleblower-Aussage als zweifelhaft eingestuft

Im Zentrum der erneuten Prüfung durch die Regierung steht der Whistleblower. Die CFTC erklärte, die Aussage, die die Grundlage der Anklage bildete, sei nicht glaubwürdig gewesen. Die Behörde behauptete zudem, dass Mitarbeiter die regulatorische Autorität der CFTC unangemessen beeinflusst hätten, um Vergleichsdruck aufzubauen. Diese Feststellungen veranlassten die Kommission zu dem Schluss, dass die Aufrechterhaltung der einstweiligen Verfügung nicht gerecht wäre und dass die Durchsetzung der zukunftsgerichteten Bestimmungen der Vergleichsverfügung nicht mehr dem Auftrag der Regulierungsbehörde oder dem öffentlichen Interesse dienen würde.

Strafe gezahlt, aber Verfügung bleibt bestehen

Gemini legte die CFTC-Vorwürfe im Januar 2025 bei, zahlte eine zivilrechtliche Geldstrafe von 5 Millionen Dollar und stimmte einer einstweiligen Verfügung zu, die falsche oder irreführende Aussagen gegenüber der Behörde untersagt. Dieser nicht zukunftsgerichtete Teil der Vergleichsverfügung – die Geldstrafe – wurde bereits erfüllt. Die CFTC argumentiert nun jedoch, dass die verbleibenden zukunftsgerichteten Elemente, insbesondere die einstweilige Verfügung, aufgehoben werden sollten. Die Behörde erklärte, dass dies die Durchsetzungsziele nicht untergraben würde, da die Strafe gezahlt wurde und die der Sache zugrundeliegende Theorie von der Behörde selbst verworfen wurde.

Was als Nächstes kommt

Der gemeinsame Antrag liegt nun einem Bundesrichter vor, der entscheiden muss, ob er die von beiden Parteien beantragte Abhilfe gewährt. Der Fall erinnert daran, dass Behörden ihre Meinung ändern können – selbst nachdem ein Vergleich unterzeichnet wurde. Für Gemini könnte der Antrag die letzten Überreste eines Rechtsstreits beseitigen, von dem die Regierung nun zugibt, dass er nie hätte beginnen dürfen.