Der Coinbase-Premium-Index ist in dieser Woche negativ geworden und erreichte -0,0983 %, da institutionelle Kunden Bitcoin an der Börse verkauften. Diese Bewegung fiel mit einem Abfluss von 1,3 Milliarden US-Dollar aus US-Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von vier Tagen zusammen – der größte derartige Abfluss im Jahr 2026 – was darauf hindeutet, dass die amerikanische Nachfrage nach dem Vermögenswert versiegt.
Eine seltene negative Prämie
Die Coinbase-Prämie misst den Preisunterschied für Bitcoin auf Coinbase im Vergleich zu anderen globalen Börsen. Ein negativer Wert bedeutet, dass die Coinbase-Preise hinter dem breiteren Markt zurückblieben – ein Zeichen dafür, dass der Verkaufsdruck auf die US-Börse konzentriert war. Institutionelle Anleger leiten in der Regel große Aufträge über Coinbase, daher deutet der Rückgang darauf hin, dass große Akteure in dieser Woche ihre Positionen abgebaut haben.
Vier Tage mit Abflüssen
Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Daten der Fondsemittenten von Montag bis Donnerstag Netto-Rücknahmen in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar. Dies ist die längste Abflussserie seit der Einführung der Produkte im letzten Jahr. Die Abflüsse deuten darauf hin, dass die institutionelle Begeisterung, die Bitcoin zu seinen Höchstständen im Jahr 2025 trieb, deutlich abgekühlt ist. Auch die Zuflüsse von Privatanlegern in ETFs haben nachgelassen, was den Druck verstärkt.
US-Nachfrage lässt nach
Zusammengenommen zeichnen die beiden Datenpunkte ein Bild des nachlassenden Interesses amerikanischer Käufer. Die negative Coinbase-Prämie und die ETF-Abflüsse verstärken sich gegenseitig: Institutionen, die auf Coinbase verkaufen, sind dieselben Gruppen, die Geld aus Fonds abziehen. Ob es sich um einen vorübergehenden Rückgang oder den Beginn einer tieferen Korrektur handelt, ist die offene Frage, die Händler nun beobachten. Die nächsten Handelssitzungen werden zeigen, ob sich die Ströme umkehren oder beschleunigen.




