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Ehemaliger Celsius-CRO Roni Cohen-Pavon zu bereits verbüßter Haftstrafe wegen Token-Manipulation verurteilt

Ehemaliger Celsius-CRO Roni Cohen-Pavon zu bereits verbüßter Haftstrafe wegen Token-Manipulation verurteilt

Roni Cohen-Pavon, der ehemalige Chief Risk Officer des bankrotten Krypto-Kreditgebers Celsius Network, wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die als bereits verbüßt gilt – für seine Rolle bei der Manipulation des Preises des unternehmenseigenen CEL-Tokens und Betrug. Das Urteil schließt ein strafrechtliches Kapitel im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Celsius im Jahr 2022 ab, obwohl Marktbeobachter feststellen, dass sich der Token selbst kaum bewegt hat.

Was das Urteil bedeutet

Cohen-Pavon erhielt eine Haftstrafe, die als bereits verbüßt gilt – das heißt, die Tage, die er bereits in Haft verbracht hat, werden als vollständige Strafe angerechnet. Er bekannte sich im vergangenen Jahr unter anderem der Verschwörung zur Manipulation des CEL-Kurses und des Überweisungsbetrugs schuldig. Die Bundesstaatsanwaltschaft hatte ihm vorgeworfen, den Wert des Tokens durch koordinierte Handelsaktivitäten und irreführende Aussagen gegenüber Investoren künstlich in die Höhe getrieben zu haben.

Das Urteil vermeidet eine zusätzliche Haftstrafe, sodass Cohen-Pavon freigelassen wird. Es ist ein relativ mildes Ergebnis in einem Fall, der die Aufmerksamkeit darauf gelenkt hat, wie Krypto-Firmen während der Boomjahre ihre eigenen Token verwalteten.

Marktreaktion kaum eine Regung

Anleger, die den CEL-Token verfolgten, sahen nach der Urteilsverkündung kaum Bewegung. Der Token wird weiterhin zu einem Bruchteil seines Höchststands von 2021 gehandelt und bewegt sich in einer engen Spanne. Analysten, die den Fall verfolgten, hatten das rechtliche Ergebnis bereits eingepreist, und die Liquidität des Tokens bleibt gering.

Die verhaltene Reaktion deutet darauf hin, dass Cohen-Pavons individuelles Urteil die grundlegenden Aussichten für das Vermögen von Celsius oder die Zukunft des Tokens nicht ändert. Das Unternehmen selbst durchläuft noch immer ein Chapter-11-Insolvenzverfahren mit einem Plan, Gläubiger zurückzuzahlen und als neue Einheit neu zu starten.

Die Anklagepunkte und das Schema

Die Staatsanwaltschaft erklärte, Cohen-Pavon habe mit dem ehemaligen Celsius-CEO Alex Mashinsky zusammengearbeitet, um den CEL-Kurs künstlich in die Höhe zu treiben. Das Schema umfasste den Einsatz von Unternehmensgeldern zum Kauf von Token auf dem freien Markt sowie falsche öffentliche Aussagen über die Nachfrage und den Nutzen des Tokens. Mashinsky hat auf nicht schuldig plädiert und wartet auf seinen Prozess.

Cohen-Pavons Kooperation mit den Ermittlern wurde vom Gericht als Faktor für das milde Urteil vermerkt. Er lieferte Details über interne Entscheidungsprozesse bei Celsius – Details, die im Prozess gegen Mashinsky später in diesem Jahr wieder auftauchen könnten.

Der Fall Celsius ist zu einer warnenden Geschichte für die Krypto-Branche geworden, in der von Plattformen ausgegebene Token oft die Grenze zwischen einem Nutzungs-Asset und einem Wertpapier verschwimmen lassen. Aufsichtsbehörden prüfen weiterhin ähnliche Praktiken bei anderen Unternehmen.

Fürs Erste ist Cohen-Pavons Urteil abgeschlossen. Das nächste wichtige Datum im Celsius-Gerichtssaal wird voraussichtlich Mashinskys Prozess sein – ein Verfahren, das weit mehr Aufmerksamkeit auf die internen Abläufe des gefallenen Kreditgebers lenken dürfte.