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Ethereum Foundation erschüttert: Acht Abgänge und interne Kritik an der Ausrichtung

Ethereum Foundation erschüttert: Acht Abgänge und interne Kritik an der Ausrichtung

Die Ethereum Foundation hat seit Januar acht führende Mitarbeiter verloren, was interne Kritik und öffentliche Debatten über die Mission der Organisation anheizt. Am 13. März veröffentlichte die Foundation ein „Mandat“-Dokument, in dem sie sich selbst als Verwalter und nicht mehr als „Elternteil, Herrscher oder letzte Autorität“ umdefinierte – eine Änderung, die ihre Kritiker nicht besänftigt hat.

Wer gegangen ist und was sie sagen

Zu den Abgängen zählt der ehemalige EF-Forscher Dankrad Feist, der öffentlich vorschlug, eine separate, ETH-orientierte Organisation mit einem Budget von 1 Milliarde US-Dollar zu gründen, um die Ausführung und Wertschöpfung zu verbessern. Zak Cole, ein weiterer Kritiker, ging noch weiter und bezeichnete die EF als „völlig realitätsfern“ und warf ihr vor, irrelevante Projekte zu finanzieren. Die Abgänge betreffen Forschungs-, Ingenieurs- und Führungspositionen, obwohl die Foundation sich nicht zu jedem einzelnen Fall geäußert hat.

Vitalik kontert

Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin verteidigte die Rolle der Foundation und beschrieb sie als „einen Knoten mit einem definierten Zweck, neben anderen Knoten.“ Er betonte die Kernwerte der EF – was er CROPS nennt: Zensurresistenz, Offenheit, Privatsphäre, Sicherheit. Die interne Agenda der Foundation umfasst weiterhin die Anhebung des Gaslimits auf 200 Millionen, die Weiterentwicklung der Proposer-Builder-Split-Arbeit und die Vorbereitung mainnet-tauglicher zkEVMs auf eine 128-Bit-beweisbare Sicherheit.

Governance-Bedenken und Marktauswirkungen

Chris Buolos von Dromos Labs räumte ein, dass die Kritik an der unklaren Richtung nicht unbegründet sei, verteidigte jedoch die Neutralität der EF bei der Koordination konkurrierender Teams. Dennoch ist die Unsicherheit an der Spitze ein echtes Anliegen für Institutionen. Wenn die Foundation keine stabile Hand zeigen kann, könnte die Position von ETH als institutioneller Vermögenswert einen Schaden nehmen. Ein konkreter Zeitplan zur Lösung der Governance-Fragen oder für das nächste Mandats-Update steht noch aus.