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Fed überarbeitet Vorschlag für „Skinny-Konten“ für Krypto-Firmen

Fed überarbeitet Vorschlag für „Skinny-Konten“ für Krypto-Firmen

Die Federal Reserve hat diese Woche einen überarbeiteten Vorschlag für Master-Konten mit begrenztem Zweck vorgelegt – die sogenannten Skinny-Konten, um die Kryptowährungsfirmen seit Jahren kämpfen. Der aktualisierte Rahmen würde es digitalen Vermögenswerten ermöglichen, direkt auf die Zahlungsinfrastruktur der Zentralbank zuzugreifen, ohne den Umweg über eine traditionelle Bank als Vermittler. Für eine Branche, die mit Debanking und der Abhängigkeit von einem schrumpfenden Pool an Partnerbanken zu kämpfen hat, ist diese Aussicht eine große Sache.

Was Skinny-Konten sind

Master-Konten sind das Rückgrat des US-Zahlungssystems. Sie ermöglichen es Banken, Reserven bei der Fed zu halten, Schecks zu verrechnen und Transaktionen in Echtzeit abzuwickeln. Krypto-Firmen argumentieren, dass sie denselben Zugang benötigen, um wettbewerbsfähig zu sein – Geld schnell zu bewegen, Kosten zu senken und nicht länger von Drittbanken abhängig zu sein, die jederzeit den Stecker ziehen können. Der neue Vorschlag der Fed überarbeitet einen früheren Entwurf, den Kritiker als zu restriktiv bezeichneten.

Was sich geändert hat

Die Fed hat noch nicht alle Details veröffentlicht, aber der überarbeitete Vorschlag basiert auf einem abgestuften Ansatz. Nicht alle Krypto-Firmen würden infrage kommen. Die Zentralbank plant, strengere Auflagen für Antragsteller zu erlassen, darunter Kapitalanforderungen und Geldwäschebekämpfungsprüfungen. Ziel ist es laut Stellungnahme der Fed, Innovation mit Finanzstabilität in Einklang zu bringen. Die Behörde bittet nun um öffentliche Stellungnahmen, bevor sie eine endgültige Regelung erlässt.

Der Vorstoß für Skinny-Konten steckt seit Jahren in der Schwebe. Die vorherige Fed-Führung zeigte wenig Interesse daran, Krypto die Tür zu öffnen. Doch der Druck des Kongresses – und von staatlich zugelassenen Krypto-Banken, die die Fed wegen Verzögerung verklagten – zwang das Thema voran. Dieser überarbeitete Vorschlag zeigt, dass die Zentralbank versucht, einen Mittelweg zu finden. Er wird nicht alle zufriedenstellen. Einige Krypto-Befürworter fordern vollständige, uneingeschränkte Master-Konten. Traditionelle Banken warnen, dass der direkte Zugang für Krypto-Firmen Risiken mit sich bringen könnte.

Die Kommentierungsfrist läuft für die nächsten 60 Tage. Danach wird die Fed das Feedback auswerten und eine endgültige Regelung erlassen. Der Zeitplan steht nicht fest, aber mit dem Prozess vertraute Quellen rechnen mit einer Entscheidung bis zum Jahresende. Bis dahin müssen Krypto-Firmen weiterhin mit ihren bestehenden Bankpartnern zusammenarbeiten – und weiterhin hoffen, dass das Skinny-Konto endlich aufgefüllt wird.