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Payward, Muttergesellschaft von Kraken, reicht Antrag auf OCC-National-Trust-Charter ein

Payward, Muttergesellschaft von Kraken, reicht Antrag auf OCC-National-Trust-Charter ein

Payward, die Muttergesellschaft von Kraken, hat einen Antrag auf eine National Trust Company-Charter beim Office of the Comptroller of the Currency gestellt. Bei Genehmigung würde die Charter es Payward ermöglichen, unter einer neuen Einheit namens Payward National Trust Company bundesweit regulierte Verwahrungsdienstleistungen für digitale Assets anzubieten. Mit diesem Schritt positioniert sich Kraken, um institutionelle und private Kunden mit einem banknahen Verwahrungsrahmen zu bedienen – ein großer Schritt für eine Börse, die bisher hauptsächlich unter staatlichen Lizenzen operierte.

Was die Charter bewirken würde

Die vorgeschlagene Payward National Trust Company, oder PNTC, würde digitale Assets unter einer Bundes-Charter halten und schützen. Das bedeutet, dass Verwahrungsdienstleistungen unter der Aufsicht der OCC statt unter einem Flickenteppich staatlicher Regulierungsbehörden stehen würden. Krakens Co-CEO Arjun Sethi erklärte, die Charter stelle "Infrastruktur für die Verwahrung der nächsten Generation" dar, und betonte in einer mit dem Antrag verbundenen Erklärung die Notwendigkeit einer robusten Regulierung. Zu den Zielkunden der PNTC zählen sowohl institutionelle Akteure als auch private Nutzer, die einen treuhänderischen Schutz ihrer Vermögenswerte suchen.

Wer sonst noch eine besitzt

Die OCC hat bereits bedingte Genehmigungen für National-Trust-Bank-Chartas für sechs Krypto-Unternehmen erteilt: Circle, Ripple, BitGo, Fidelity Digital Assets, Paxos und Coinbase. Payward wäre das siebte Unternehmen, falls der Antrag genehmigt wird. Jede dieser Genehmigungen war mit Auflagen verbunden, und der Prozess verlief langsam – einige Anträge dauerten Jahre. Es handelt sich nicht um einen Formsache.

Gegenwind von Banken-Lobbyisten

Nicht alle sind mit diesem Trend einverstanden. Die Independent Community Bankers of America und andere Bankenverbände haben die Genehmigungen der OCC für Krypto-Chartas kritisiert und argumentiert, dass sie die Definition einer Trust-Charter ausdehnen und Verbraucher gefährden könnten. Zudem behaupten sie, dass der Rahmen es Stablecoin-Anbietern ermögliche, ohne die üblichen Kapital- und Regulierungsvorgaben in das Bundesbankensystem einzusteigen. Die Kritik ist nicht neu, hat aber zugenommen, da sich immer mehr Krypto-Unternehmen um Chartas bewerben.

Was nun geschieht

Die OCC hat noch keinen Zeitrahmen für eine Entscheidung zu Paywards Antrag festgelegt. Der Genehmigungsprozess der Behörde umfasst in der Regel eine Prüfung des Geschäftsplans, des Kapitals und der Compliance-Kontrollen des Antragstellers. Angesichts des politischen Drucks durch die Community-Banker – und der Tatsache, dass die OCC bereits sechs ähnliche Chartas genehmigt hat – ist das Ergebnis unsicher, aber nicht beispiellos. Bis auf Weiteres wartet Kraken.