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Ratio-CEO John Cho drängt auf Multi-Währungs-Stablecoins, um Asiens kostspielige FX-Verzögerungen zu beenden

Ratio-CEO John Cho drängt auf Multi-Währungs-Stablecoins, um Asiens kostspielige FX-Verzögerungen zu beenden

John Cho, CEO des Stablecoin-Emittenten Ratio, plädiert für ein Multi-Währungs-Stablecoin-Ökosystem, das die langsamen und teuren Korrespondenzbanken-Strukturen ersetzen könnte, die den asiatischen Handel noch immer dominieren. Cho argumentiert, dass die Abhängigkeit von einem einzigen an den Dollar gebundenen Stablecoin Unternehmen zu doppelten Währungsumrechnungen zwingt, was Kosten verursacht, die ein Korb von an lokale Währungen gebundenen Stablecoins vermeiden würde.

Der Engpass des Korrespondenzbankwesens

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Heute ist der grenzüberschreitende Handel in Asien auf ein Netzwerk von Korrespondenzbanken, vorfinanzierte Nostro- und Vostro-Konten sowie Übergaben über Zeitzonen hinweg angewiesen. Das Ergebnis: Transaktionen, deren Abwicklung Tage dauern kann. Cho bezeichnet dieses System als veraltet, mit Gebühren und Verzögerungen, die die Margen von Unternehmen schmälern, die Geld etwa zwischen thailändischen Baht und indonesischer Rupiah bewegen.

Stablecoins haben bereits gezeigt, dass sie Werte nahezu sofort übertragen können. Doch die meisten Stablecoins sind an den US-Dollar gebunden, was bedeutet, dass ein thailändischer Exporteur, der in einem Dollar-Stablecoin bezahlt wird, diesen dennoch in Baht umwandeln muss, um lokale Mitarbeiter zu bezahlen. Diese zweite Umwandlung – vom Stablecoin in die lokale Währung – erzeugt genau die Reibung, die die Technologie eigentlich beseitigen sollte.

Lokale Stablecoins als Ergänzung

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Chos Vorschlag ist einfach: Stablecoins ausgeben, die an asiatische Währungen gebunden sind – Yen, Won, Ringgit – und sie neben Dollar-Stablecoins handeln lassen. Ein Unternehmen in Singapur könnte einen Lieferanten in Jakarta mit einem Rupiah-Stablecoin bezahlen und so den Dollar-Umweg ganz vermeiden. Die Idee ist, das zu vermeiden, was Cho doppelte Devisenumrechnungen nennt, bei denen ein Händler zweimal Wechselkursspannen zahlt statt einmal.

Ratio selbst baut die Infrastruktur für ein solches System auf, obwohl Cho keine konkreten Partnerschaften oder Starttermine nannte. Das Argument des Unternehmens ist, dass ein Multi-Währungs-Stablecoin-Netzwerk einfacher in bestehende Zahlungssysteme integriert werden könnte als eine vollständige Überholung des Korrespondenzbankwesens.

Ob die Regulierungsbehörden in ganz Asien mehrere private Stablecoins – jeder an eine andere nationale Währung gebunden – genehmigen werden, bleibt die größte Hürde. Die Zentralbanken der Region waren bei digitalen Währungen vorsichtig, und einige entwickeln eigene. Chos Vision hängt davon ab, dass sie private Stablecoins als Ergänzung und nicht als Konkurrenz sehen.