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SEC verklagt Privvy-Gründer wegen 12,3-Millionen-Dollar-Betrugs mit KI-Handelsbots

SEC verklagt Privvy-Gründer wegen 12,3-Millionen-Dollar-Betrugs mit KI-Handelsbots

Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine Klage gegen den Gründer von Privvy eingereicht. Ihm wird vorgeworfen, durch ein betrügerisches Krypto-Schema rund 12,3 Millionen Dollar von etwa 150 Anlegern eingesammelt zu haben. Die am 29. Mai eingereichte Beschwerde wirft dem Gründer vor, Renditen durch nicht existierende KI-Handelsbots versprochen zu haben. Die Bots, so die SEC, hätten nie tatsächlich existiert.

Wie das Schema funktionierte

Der Gründer von Privvy bewarb die Plattform als automatisiertes Krypto-Handelssystem auf Basis künstlicher Intelligenz. Anlegern wurde versichert, die KI-Bots würden Märkte analysieren und in ihrem Namen profitable Geschäfte tätigen. Stattdessen floss das Geld woanders hin. Die SEC behauptet, der Gründer habe Gelder veruntreut und für persönliche Ausgaben oder zur Auszahlung früherer Anleger verwendet – eine klassische Ponzi-ähnliche Struktur.

Die Beschwerde nennt keine genauen Beträge, die zweckentfremdet wurden, aber die Gesamtsumme von 12,3 Millionen Dollar deutet auf einen beachtlichen Umfang für einen einzelnen Gründer hin. Die versprochenen KI-Handelsbots waren das zentrale Verkaufsargument – und laut SEC rein fiktiv.

Warum die SEC jetzt handelte

Der Zeitpunkt der Klage – eingereicht in der vergangenen Woche – deutet darauf hin, dass die Behörde diesen Fall seit Monaten aufgebaut hat. Krypto-Schemata, die mit KI-Schlagworten werben, werden immer häufiger, da die Technologie in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerät. Die SEC hat signalisiert, dass sie diesen Bereich genau beobachtet. Dem Gründer von Privvy drohen nun zivilrechtliche Anklagen, die zu Geldstrafen, Rückzahlung unrechtmäßig erlangter Gewinne sowie einem dauerhaften Verbot der Teilnahme an Krypto- oder Wertpapierangeboten führen könnten.

Für die rund 150 Anleger, die in Privvy investiert haben, ist die Klage ein schwacher Trost. Die Rückforderung von Geldern aus solchen Betrugsfällen ist bekanntermaßen schwierig, insbesondere wenn das Geld bereits ausgegeben wurde. Die SEC-Beschwerde wird den vollständigen Finanzweg vor Gericht darlegen.

Was als Nächstes passiert

Der Fall wird vor einem Bundesgericht verhandelt. Die SEC beantragt einstweilige Verfügungen, finanzielle Sanktionen und eine Anordnung, die es dem Gründer verbietet, jemals wieder digitale Vermögenswerte anzubieten. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Anleger, die glauben, betrogen worden zu sein, können das Fallregister für Updates verfolgen oder das SEC-Büro für Anlegerbildung und -beratung kontaktieren.