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Standard Chartered erwartet bis 2028 tokenisierte Vermögenswerte im Wert von 4 Billionen Dollar auf der Blockchain

Standard Chartered erwartet bis 2028 tokenisierte Vermögenswerte im Wert von 4 Billionen Dollar auf der Blockchain

Standard Chartered hat prognostiziert, dass innerhalb der nächsten vier Jahre tokenisierte Vermögenswerte im Wert von 4 Billionen Dollar auf Blockchain-Netzwerke migrieren werden. Die Prognose der Bank nennt Stablecoins und reale Vermögenswerte als Haupttreiber, die dezentrale Finanzaktivitäten durch Einlagen, Kreditvergabe und verbesserte Kapitaleffizienz ausweiten.

Was treibt das Wachstum an

Die Vorhersage konzentriert sich auf die Tokenisierung – die Umwandlung traditioneller Finanzinstrumente wie Anleihen, Immobilien und Rohstoffe in digitale Token auf einem verteilten Ledger. Laut Standard Chartered werden die Kombination von Stablecoins (die einen stabilen Wertspeicher bieten) und tokenisierten realen Vermögenswerten (RWAs) neue Anwendungsfälle in DeFi-Protokollen erschließen. Diese Protokolle können wiederum höhere Renditen und schnellere Abwicklungen bieten als die konventionelle Finanzwelt.

Banken und institutionelle Anleger testen seit Jahren tokenisierte Anleihen und Fonds. Die 4-Billionen-Dollar-Zahl deutet darauf hin, dass sich das Tempo stark beschleunigen wird. Die eigene Digital-Assets-Einheit von Standard Chartered ist bereits in diesem Bereich aktiv und arbeitet an tokenisierten Einlagen und Verwahrungslösungen.

Stablecoins und RWAs als Rückgrat

Stablecoins – Kryptowährungen, die an Fiat-Währungen wie den Dollar gekoppelt sind – sind seit langem das Arbeitstier des Krypto-Handels und der Zahlungen. Jetzt werden sie in Kreditpools und Renditeprodukte eingewoben. Reale Vermögenswerte bringen die Sicherheiten. Zusammengenommen wirkt DeFi weniger wie ein spekulatives Casino und eher wie ein paralleles Finanzsystem.

Die Analysten der Bank erwarten, dass mit zunehmender regulatorischer Klarheit in wichtigen Märkten wie der EU und Großbritannien mehr Institute tokenisierte Schuldtitel und Eigenkapital emittieren werden. Das würde Liquidität in DeFi-Protokolle pumpen, sodass sie Kredite gegen alles von Staatsanleihen bis zu Wohngebäuden vergeben können.

Wenn Standard Chartered recht hat, wird die Grenze zwischen traditionellem Bankwesen und dezentralen Plattformen schnell verschwimmen. Kreditgeber, die heute auf manuelle Abwicklung und Papieraufzeichnungen angewiesen sind, könnten auf Smart Contracts umsteigen. Kapital, das während nächtlicher Abwicklungsfenster ungenutzt bleibt, könnte rund um die Uhr eingesetzt werden. Allein die Effizienzgewinne – weniger Vermittler, sofortige Abwicklung – sind ein starker Anreiz.

Es gibt jedoch Hürden. Den meisten DeFi-Protokollen fehlen noch die Compliance-Kontrollen, die Regulierungsbehörden verlangen. Die Verwahrung tokenisierter Vermögenswerte ist in vielen Rechtsräumen rechtlich eine Grauzone. Und die 4-Billionen-Dollar-Prognose hängt von einer reibungslosen Skalierung der Infrastruktur ab, von Oracles bis hin zu Cross-Chain-Brücken.

Die Bank hat keinen Zeitplan über 2028 hinaus vorgelegt. Sie hat auch nicht festgelegt, welche Anlageklassen dominieren würden. Diese Details werden wichtig sein – denn der Unterschied zwischen 4 Billionen Dollar in tokenisierten Staatsanleihen und 4 Billionen Dollar in tokenisiertem Private Equity ist hinsichtlich Risiko und Regulierung gewaltig.

Vorerst ist die Zahl selbst ein Signal: Standard Chartered betrachtet die Tokenisierung als unvermeidlich. Die offene Frage ist, ob die Märkte, die Regulierungsbehörden und die Technologie mit diesem Ehrgeiz Schritt halten können.