Die US-Regierung hat diese Woche 7,7 Milliarden Dollar an Kryptowährungsvermögen ins Visier genommen, das mit dem Iran in Verbindung steht, und 500 Millionen Dollar dieser Bestände eingefroren – offenbar die größte koordinierte Aktion gegen digitale Vermögenswerte durch eine einzelne Regierung. Das Finanzministerium gab die Maßnahme am Mittwoch bekannt und erklärte, die eingefrorenen Gelder seien mit einem Netzwerk von Börsen und Tarnfirmen verbunden, die von der Islamischen Revolutionsgarde Irans und ihren Ölexportgeschäften genutzt werden.
Was das Einfrieren abdeckt
Das Einfrieren von 500 Millionen Dollar ist Teil einer umfassenderen Sanktionsmaßnahme, die insgesamt 7,7 Milliarden Dollar an iranisch kontrollierten Krypto-Assets umfasst. Beamte erklärten, die Aktion richte sich gegen Konten auf mehreren Börsen und Wallets, die Erlöse aus iranischen Rohöl- und Petrochemieverkäufen über digitale Währungen leiteten, um traditionelle Sanktionen zu umgehen. Das Finanzministerium nannte die betroffenen Börsen oder Wallet-Adressen nicht, sagte jedoch, die Aktion sei in Abstimmung mit Verbündeten im Nahen Osten und in Europa erfolgt.
Warum Kryptowährungen
Der Iran hat sich zunehmend Kryptowährungen zugewandt, um das dollarbasierte Finanzsystem zu umgehen, insbesondere nach der Wiedereinführung der US-Sanktionen im Jahr 2018. Die Aktion dieser Woche ist das erste Mal, dass die USA das Ausmaß der iranischen Krypto-Bestände öffentlich beziffert und direkte Maßnahmen zu deren Einfrieren ergriffen haben. Das Einfrieren sperrt einen erheblichen Teil der Gelder, obwohl die verbleibenden 7,2 Milliarden Dollar an identifizierten Vermögenswerten weiterhin verfügbar sind.
Was als Nächstes passiert
Das Finanzministerium wird voraussichtlich weitere Hinweise an Kryptowährungsbörsen und Wallet-Anbieter herausgeben, wie sie Transaktionen im Zusammenhang mit den bezeichneten Einrichtungen identifizieren und blockieren können. Das Einfrieren von 500 Millionen Dollar erfolgt sofort, aber die USA werden die anhaltende Zusammenarbeit ausländischer Regulierungsbehörden benötigen, um den Rest aufzuspüren und zu beschlagnahmen. Der Zeitpunkt ist für den Iran ungünstig – das Land kämpft mit Inflation und einem schwachen Rial, und der Verlust des Zugangs selbst zu einem Teil seiner Krypto-Reserven wird es erschweren, Importe zu finanzieren.




