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Goldman Sachs erwartet Aufwertung des Renminbi um 4,5% vor Trump-Xi-Gipfel

Goldman Sachs erwartet Aufwertung des Renminbi um 4,5% vor Trump-Xi-Gipfel

Goldman Sachs wettet darauf, dass der chinesische Renminbi gegenüber dem Dollar um 4,5% steigen wird – eine Prognose, die direkt mit dem bevorstehenden Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping zusammenhängt. Die in dieser Woche veröffentlichte Einschätzung signalisiert, dass die Bank mit einer ausreichenden Entspannung der Handelskonflikte rechnet, um die chinesische Währung zu stärken.

Die 4,5%-Wette

In einem Schreiben an Kunden prognostizierten Analysten von Goldman Sachs, dass der Renminbi in den nächsten Monaten um diesen Betrag aufwerten werde, wobei der Gipfel als Katalysator genannt wurde. Der genaue Zeitrahmen wurde nicht angegeben, aber die Prognose deutet auf eine relativ schnelle Bewegung hin. Ein Anstieg von 4,5% würde den Yuan auf Niveaus bringen, die seit Anfang 2022 nicht mehr erreicht wurden, bevor die Federal Reserve mit ihren aggressiven Zinserhöhungen begann und die Handelskonflikte erneut aufflammten.

Die Vorhersage sticht hervor, da die meisten Währungsprognosen großer Banken angesichts der anhaltenden Unsicherheit über Zölle und die wirtschaftliche Verlangsamung Chinas vorsichtiger ausgefallen sind. Goldmans Prognose ist im Wesentlichen eine Wette darauf, dass die beiden Führer eine Einigung erzielen oder zumindest eine Deeskalation herbeiführen werden.

Hintergrund des Gipfels

Trump und Xi sind für ein persönliches Treffen vorgesehen – eine seltene direkte Begegnung nach monatelangen Hintergrundgesprächen und öffentlichem Schlagabtausch. Auf der Tagesordnung sollen Handelsungleichgewichte, Technologiebeschränkungen und möglicherweise die Zukunft des Dollar-Yuan-Verhältnisses stehen. Für Peking würde ein stärkerer Renminbi helfen, die Importkosten zu senken und Kapitalabflüsse zu verringern, könnte aber auch die Exportwettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen. Für Washington ist eine Yuan-Aufwertung seit langem ein Ziel, da sie amerikanische Waren im Vergleich zu chinesischen Produkten verbilligt.

Der Gipfel birgt hohe Risiken. Frühere Gesprächsrunden haben vorübergehende Waffenstillstände, aber keine dauerhafte Rahmenvereinbarung gebracht. Goldman scheint darauf zu setzen, dass diesmal alles anders ist.

Auswirkungen auf den Markt

Sollte der Renminbi tatsächlich um 4,5% steigen, würde dies Wellen durch die Devisenmärkte, Rohstoffpreise und Vermögenswerte der Schwellenländer schlagen. Chinesische Exporteure, die bereits unter der schwachen globalen Nachfrage leiden, sähen sich mit noch geringeren Margen konfrontiert. Importeure, insbesondere solche, die Rohstoffe in Dollar kaufen, würden eine Entlastung erfahren. Für Anleger, die chinesische Anleihen oder Aktien halten, steigert ein stärkerer Yuan die Renditen, wenn sie in Dollar umgerechnet werden.

Doch die Prognose ist keine ausgemachte Sache. Handelsverhandlungen sind schon früher gescheitert, und der Gipfel könnte ohne konkretes Abkommen enden. Goldmans Analysten räumten dieses Risiko ein, stellten die Aufwertung jedoch angesichts der aktuellen politischen Dynamik als das wahrscheinlichere Ergebnis dar.

Ob die Bank recht behält, hängt davon ab, was im Raum passiert, wenn Trump und Xi sich zusammensetzen. Dieses Treffen, das in den kommenden Wochen erwartet wird, wird entweder die Prognose bestätigen oder eine schnelle Korrektur erzwingen.