Britische Krypto-Befürworter gehen gegen die Banken des Landes vor und werfen ihnen vor, rund 40 % aller kryptobezogenen Transaktionen zu blockieren – eine Praxis, die ihrer Meinung nach das erklärte Ziel Großbritanniens untergräbt, ein führendes globales Krypto-Zentrum zu werden. Die Kritik, die diese Woche laut wurde, konzentriert sich auf Banken, die Zahlungen an und von Krypto-Börsen verweigern oder verzögern, oft ohne klare Erklärung.
Die 40-%-Zahl
Befürworter verweisen auf Daten, die zeigen, dass fast zwei von fünf Krypto-Transaktionen, die von britischen Kunden initiiert werden, von ihren Banken gestoppt werden, bevor sie durchgeführt werden. Dies könnte Einzahlungen auf Börsen, Auszahlungen oder Peer-to-Peer-Überweisungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten umfassen. Die genaue Methodik hinter der Zahl ist nicht öffentlich, aber diejenigen, die den Trend verfolgen, sagen, dass die Ablehnungsrate im letzten Jahr gestiegen ist.
Banken nennen in der Regel Betrugsprävention und regulatorische Unsicherheit als Gründe. Kritiker entgegnen jedoch, dass der Ansatz zu pauschal sei und legitime Nutzer benachteilige, insbesondere da die britische Regierung einen freundlicheren Rechtsrahmen für Krypto-Unternehmen einführt.
Konflikt mit der Regierungspolitik
Die Spannung ist kaum zu übersehen. Großbritannien hat einen Großteil des Jahres 2025 und Anfang 2026 damit verbracht, sich als ernsthafter Kandidat für Krypto-Geschäfte zu positionieren. Die Financial Conduct Authority hat ein maßgeschneidertes Registrierungssystem für Börsen und Verwahrstellen eingeführt. Minister haben über Blockchain-Innovation und Stablecoin-Regulierung gesprochen.
Wenn jedoch die High-Street-Banken – von denen viele unter separate Aufsichtsregulierung fallen – weiterhin den Zugang zu Krypto-Diensten kontrollieren, könnte der politische Vorstoß hohl klingen. „Man kann kein globales Krypto-Zentrum sein, wenn die Leute nicht tatsächlich Geld in und aus Börsen bewegen können“, sagte ein Befürworter letzte Woche unverblümt in einer Diskussionsrunde. Die Bemerkung wurde in den verfügbaren Fakten keiner bestimmten Person zugeschrieben, aber die Stimmung wird weitgehend geteilt.
Was Nutzer erleben
Für den durchschnittlichen Krypto-Nutzer in Großbritannien kommt die Blockierung oft ohne Vorwarnung. Eine Bank kann eine Überweisung an eine bekannte Börse als „hohes Risiko“ markieren und die Zahlung für Stunden oder Tage einfrieren. Einige Nutzer berichten, dass sie aufgefordert werden, die Transaktion schriftlich zu rechtfertigen, nur um dann trotzdem abgelehnt zu werden. Andere sagen, dass ihre Bankkonten nach wiederholten kryptobezogenen Aktivitäten geschlossen wurden.
Die Folge: Einige Privatanleger wenden sich Peer-to-Peer-Plattformen oder ausländischen Bankdienstleistern zu, während andere ganz auf Krypto verzichten. Diese Abwanderung könnte genau das Ökosystem schädigen, das die Regierung aufbauen will.
Was als Nächstes passiert
Es gibt noch keine Anzeichen dafür, dass die Regulierungsbehörden direkt eingreifen werden. Die FCA hat Leitlinien zu Krypto-Marketing und Geldwäschebekämpfung herausgegeben, aber keine öffentliche Position zu den Transaktionsblockierungsrichtlinien der Banken bezogen. Das Finanzministerium führt bis August eine Konsultation zu digitalen Vermögenswerten durch, und Befürworter sagen, dass sie dieses Fenster nutzen werden, um klarere Regeln zu fordern, die Banken zwingen, Ablehnungen zu begründen.
Derzeit bleibt die Kluft zwischen politischen Ambitionen und tatsächlichem Zugang groß. Ob Großbritannien sie schließen kann – bevor Unternehmen und Talente abwandern – ist die offene Frage.




