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Iran könnte bis August 2026 Transitgebühren für die Straße von Hormus erheben, zeigt Prognosemarkt

Iran könnte bis August 2026 Transitgebühren für die Straße von Hormus erheben, zeigt Prognosemarkt

Iran könnte bis zum 31. August 2026 Transitgebühren für Schiffe erheben, die die Straße von Hormus passieren, so Daten eines Prognosemarkts, die eine Wahrscheinlichkeit von 45,5 % angeben. Diese Zahl spiegelt eine nahezu gleiche Chance wider, dass Teheran eine langjährige Drohung wahr macht, die schmale Wasserstraße zu monetarisieren, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und ein Viertel des Flüssigerdgas transportiert werden.

Der Engpass Straße von Hormus

Die Straße verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem offenen Ozean. Sie ist der kritischste Energie-Engpass der Erde. Jede Störung oder neue Gebühr würde sich auf die globalen Energiemärkte auswirken, die Schifffahrtskosten erhöhen und möglicherweise die Rohölpreise in die Höhe treiben. Iran hat wiederholt damit gedroht, die Straße zu schließen oder als Reaktion auf Sanktionen oder geopolitischen Druck Mautgebühren zu erheben.

Transitgebühren wären eine neue Taktik. Iran kontrolliert bereits die Nordküste der Straße und verfügt über militärische Kapazitäten, um Schiffe zu belästigen oder zu inspizieren. Die Erhebung einer formellen Gebühr wäre jedoch eine direkte Herausforderung des internationalen Seerechts, das die friedliche Durchfahrt durch internationale Gewässer garantiert. Die USA und ihre Verbündeten haben stets geschworen, die Straße offen zu halten.

Was Transitgebühren bedeuten würden

Eine Gebühr wäre im Grunde eine Steuer auf den globalen Energiehandel. Tanker, die Rohöl aus Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, den VAE und Katar transportieren, müssten Iran für die Durchfahrt bezahlen. Das könnte die Schifffahrtskosten um Millionen Dollar pro Tag erhöhen, die wahrscheinlich an die Verbraucher weitergegeben würden. Es könnte auch eine militärische Reaktion der 5. Flotte der US-Marine auslösen, die in der Region patrouilliert.

Die Wahrscheinlichkeit von 45,5 % auf dem Prognosemarkt deutet darauf hin, dass Händler eine reale, aber nicht sichere Chance sehen. Der Markt aggregiert Wetten von Teilnehmern, die Anteile am Ausgang kaufen und verkaufen. Ein Preis von 45,5 Cent für einen Vertrag, der 1 Dollar auszahlt, wenn das Ereignis eintritt, impliziert eine Wahrscheinlichkeit von 45,5 %. Das ist höher als bei ähnlichen geopolitischen Risikokontrakten für andere Engpässe wie Bab al-Mandab oder die Straße von Malakka.

Zeitplan und Unsicherheit

Die Frist zum 31. August 2026 ist konkret, wird aber in den Marktdaten nicht erklärt. Sie könnte mit einem politischen oder wirtschaftlichen Kalender im Iran oder mit dem Auslaufen einer Sanktionsausnahme zusammenfallen. Der Markt spezifiziert nicht, ob die Gebühr eine einmalige Abgabe oder eine wiederkehrende Maut wäre, noch wie sie erhoben würde.

Iran hat einen solchen Plan nicht offiziell angekündigt. Der Prognosemarkt bewertet lediglich die Wahrscheinlichkeit auf Grundlage verfügbarer Informationen. Sollte die Gebühr erhoben werden, wäre dies eine erhebliche Eskalation von Irans Nutzung der Straße als Druckmittel. Wenn nicht, wäre die 45,5 %-Zahl eine Fehleinschätzung der Händler gewesen.

Vorerst läuft der Countdown. Bis zum 31. August 2026 wird die Welt wissen, ob Iran die Straße von Hormus in eine Mautstraße verwandelt hat.