Kristin Smith, Präsidentin des Solana Policy Institute und CEO der Blockchain Association, forderte am Dienstag den US-Senat auf, das CLARITY-Gesetz zu verabschieden – und legte vier nicht verhandelbare Forderungen vor. Sie möchte, dass die Gesetzgeber Entwickler schützen, tatsächliche Übeltäter verfolgen, Open-Source-Innovation am Leben erhalten und sicherstellen, dass die USA ihre Führungsrolle im Krypto-Bereich nicht verlieren. Der Vorstoß kommt, während die Unterstützung für den Gesetzesentwurf leise anschwillt: Über 60 Krypto-CEOs und -Gründer unterzeichneten einen Unterstützungsbrief, während 160 ehemalige Angehörige von nationalen Sicherheits-, Geheimdienst- und Strafverfolgungsbehörden argumentierten, dass regulatorische Klarheit tatsächlich ein Werkzeug für bessere Durchsetzung sei.
Smiths vier Forderungen an den Senat
Smith nahm kein Blatt vor den Mund. Ihre vier Forderungen sind klar: Erstens, Entwickler schützen, die Code schreiben und keine Nutzergelder berühren. Zweitens, Durchsetzungsressourcen auf Übeltäter konzentrieren – nicht auf die Infrastruktur. Drittens, das Open-Source-Ethos bewahren, das Krypto zu dem gemacht hat, was es ist. Und viertens, die USA global am Steuer lassen. „Wir können es uns nicht leisten, zurückzufallen, weil wir die falschen Leute regulieren“, sagte sie laut Teilnehmern vor dem Senatsausschuss.
Warum nicht-verwahrende Entwickler eine besondere Ausnahme erhalten
Das CLARITY-Gesetz enthält den Blockchain Regulatory Certainty Act (BRCA), der explizit rechtliche Sicherheit für nicht-kontrollierende Softwareentwickler und Infrastrukturanbieter schafft, die keine Vermögenswerte verwahren oder Benutzertransaktionen kontrollieren. Smith erläuterte die Logik während ihrer Aussage: Entwickler öffentlicher Blockchains halten in der Regel keine Gelder, können keine Konten einfrieren und kein Geld unilateral bewegen. Sie für das, was andere auf offenen Netzwerken tun, haftbar zu machen, sei sinnlos und würde Innovationen abtöten.
Unterstützung von CEOs – und von Sicherheitsexperten
Die Briefe, die diese Woche auf den Schreibtischen des Senats landen, zeichnen das Bild einer ungewöhnlichen Koalition. Eine Gruppe von über 60 Krypto-Gründern und CEOs – Namen von großen Börsen, Protokollen und Venture-Firmen – schrieb, um die Verabschiedung des CLARITY-Gesetzes zu drängen, während gleichzeitig robuste Entwicklerschutzmaßnahmen erhalten bleiben. Separat unterzeichneten 160 ehemalige Angehörige von nationalen Sicherheits-, Geheimdienst- und Strafverfolgungsbehörden ihren eigenen Brief. Ihr Argument: Regulatorische Klarheit ist nicht nur gut fürs Geschäft, sondern ein Durchsetzungsvorteil. Wenn die Regeln klar sind, können sich Staatsanwälte auf echte Verbrechen konzentrieren, anstatt Code zu jagen.
Was als Nächstes kommt
Das CLARITY-Gesetz liegt nun in den Händen des Senats. Smith sagte, ihre Koalition werde den Druck aufrechterhalten – die vier Forderungen seien keine Wunschliste, sondern die Untergrenze für jeden Kompromiss. Die Gesetzgeber haben noch keinen Zeitplan für eine Abstimmung im Plenum festgelegt, aber die Anzahl der Unterzeichner beider Briefe deutet darauf hin, dass der Gesetzesentwurf an Fahrt gewinnt. Vorerst beobachtet die Krypto-Industrie, welche Senatoren sich anschließen – und ob die Entwicklerschutzmaßnahmen letzte Änderungen in letzter Minute überleben.




