In den USA notierte Spot-Bitcoin-ETFs haben in den letzten zwei Wochen Abflüsse von 2,26 Milliarden Dollar verzeichnet – die stärkste anhaltende Abflussperiode seit der Einführung der Fonds. Der Verkaufsdruck drückte Bitcoin auf 74.300 Dollar – den niedrigsten Stand seit Monaten – und warf Fragen auf, ob die institutionelle Überzeugung bröckelt.
Die Zahlen hinter dem Rückgang
Die 2,26 Milliarden Dollar umfassen 14 aufeinanderfolgende Handelstage bis Freitag. Das entspricht etwa 3 % des gesamten verwalteten Vermögens der elf Fonds. Kein einziger ETF blieb verschont; die größten Produkte, darunter BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC, verzeichneten diese Woche täglich Netto-Rücknahmen.
Warum das Geld abfloss
Analysten verweisen auf eine Reihe von Faktoren: Ein stärkerer Dollar, steigende Anleiherenditen und eine allgemeine Risikoaversion bei Aktien haben Kapital aus Krypto-Exposures abgezogen. Die ETFs, die wie Aktien gehandelt werden, ermöglichen es institutionellen Haltern, schnell zu liquidieren – und das taten sie auch. Das Tempo der Rücknahmen beschleunigte sich, nachdem Bitcoin Anfang des Monats die Unterstützung bei 80.000 Dollar nicht halten konnte.
Was das für die Preisuntergrenze von Bitcoin bedeutet
Bitcoins Rückgang auf 74.300 Dollar bringt ihn in die Nähe von Niveaus, die im März Kaufinteresse auslösten. Doch da die ETF-Abflüsse noch anhalten und kein klarer Katalysator am Horizont erkennbar ist, beobachten Händler, ob die Zone um 70.000 Dollar hält. Wenn die Abflüsse eine weitere Woche in diesem Tempo anhalten, könnten die Fonds weitere 1,5 Milliarden Dollar oder mehr verlieren – ein Szenario, das die Kurse wahrscheinlich weiter drücken würde.
Die kommende Woche
Kein ETF-Emittent hat sich zu den Rücknahmen geäußert. Der nächste Satz wöchentlicher Daten wird am Mittwoch veröffentlicht, wenn die Mittelzuflüsse der ersten drei Tage der nächsten Woche bekannt gegeben werden. Bis dahin bleibt dem Markt nur das Warten auf den Ticker.




