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SEC genehmigt Nasdaq die Listung von bar abgerechneten Bitcoin-Indexoptionen an der Philly Exchange

SEC genehmigt Nasdaq die Listung von bar abgerechneten Bitcoin-Indexoptionen an der Philly Exchange

Die US-Börsenaufsicht SEC hat Nasdaq die Genehmigung erteilt, bar abgerechnete Bitcoin-Indexoptionen an der Philadelphia Stock Exchange zu listen. Dies ist das erste Mal, dass eine traditionelle US-Optionsbörse ein Bitcoin-Engagement ermöglicht, ohne dass Anleger die Kryptowährung selbst halten müssen. Die diese Woche bekannt gegebene Zulassung öffnet institutionellen Händlern die Tür, um Bitcoin-Kursbewegungen über einen regulierten, vertrauten Rahmen abzusichern oder zu spekulieren – ohne sich Gedanken über die Aufbewahrung der Coins machen zu müssen.

Wie das neue Produkt aussieht

Die Optionen sind europäischen Stils, d.h. sie können nur bei Fälligkeit ausgeübt werden, und sie werden in bar abgerechnet. Wenn sich der Bitcoin-Index zu Ihren Gunsten bewegt, erhalten Sie eine Barauszahlung – es wechselt kein Bitcoin den Besitzer. Dieses Design ist eine bewusste Lösung für große Anleger, die ein Bitcoin-Engagement wünschen, aber Verwahrungsrisiken, Hacks von Hot Wallets oder den operativen Aufwand der Selbstverwahrung scheuen. Das Produkt ist an den Nasdaq Bitcoin Index gebunden, der einen Korb von Bitcoin-Preisen großer Börsen abbildet.

Warum die Börse in Philadelphia?

Nasdaq hat die Philadelphia Stock Exchange – bekannt als PHLX – als Handelsplatz für die Listungen ausgewählt. PHLX existiert seit 1790 und ist eine der ältesten Börsen der USA, diente aber in letzter Zeit als Nasdaq-Plattform für Aktien- und Indexoptionen. Die Nutzung einer bestehenden, bei der SEC registrierten Börsenstruktur hat den Zulassungsprozess vermutlich beschleunigt. Zudem bedeutet dies, dass die Optionen auf einem Parkett mit etablierten Market Makern und Überwachung gehandelt werden, was die Regulierungsbehörden begrüßen.

Institutioneller Fokus

Die SEC-Genehmigung zielt eindeutig auf Institutionen ab. Auch Privatanleger können teilnehmen, aber die Kontraktgrößen und Margin-Anforderungen begünstigen tendenziell größere Akteure. Die Barabrechnung des Produkts beseitigt die Notwendigkeit einer Krypto-Verwahrungsbeziehung – ein Hindernis, das viele Pensionsfonds und Stiftungen bisher an der Seitenlinie hielt. Für diese Firmen ist dies ein Weg, sich Bitcoin-Beta zu verschaffen, ohne Bitcoin selbst anzufassen.

Wie es weitergeht

Nasdaq muss noch ein Startdatum festlegen und die endgültige betriebliche Genehmigung der SEC einholen. Die Börse wird zudem Market Maker anwerben und die Kontraktspezifikationen finalisieren müssen – Ausübungspreise, Verfallszyklen, Positionslimits. Der Handel soll innerhalb der nächsten 60 bis 90 Tage beginnen, sobald diese letzten Schritte abgeschlossen sind.