Das Wortgefecht um den CLARITY Act nahm diese Woche eine neue Wendung, als Coinbase-CEO Brian Armstrong auf die Kritik von JPMorgan-Chef Jamie Dimon mit einem viralen Hockey-Meme antwortete. Der Austausch – der auch einen Schwulen-Hockey-Liebesroman zitiert – erfolgt, während der Stablecoin-Gesetzesentwurf einen Senatsausschuss passiert hat, aber im Plenum noch 60 Stimmen benötigt. Da eine Abstimmung im Juni erwartet wird, wehrt sich die Branche massiv.
Das Hockey-Meme, das in der Kryptoszene die Runde macht
\nArmstrong postete ein Meme, das ihn und Dimon als gegnerische Hockeyspieler darstellt – eine Anspielung auf einen 2019 erschienenen Roman, der Ende 2025 fürs Fernsehen adaptiert wurde. Der Scherz landete mitten in einer ernsthaften Debatte: Dimon war bei Fox Business aufgetreten, um zu argumentieren, dass Stablecoin-Belohnungen unrechtmäßig genutzt werden könnten und dass Kryptofirmen denselben AML/BSA/KYC-Regeln folgen sollten wie Banken.
Dimons Breitseite bei Fox Business
\nBei Fox Business kritisierte Dimon den CLARITY Act und warnte, dass Stablecoin-Belohnungen missbraucht werden könnten. Er beharrte darauf, dass Krypto denselben Anti-Geldwäsche-Regeln wie Banken folgen müsse. Branchenvertreter ließen das nicht auf sich sitzen. Mike Novogratz von Galaxy Digital argumentierte, dass gewählte Gesetzgeber, nicht Bank-CEOs, Finanzgesetze schreiben sollten. Peter Van Valkenburgh von Coin Center wurde deutlicher: Er bezeichnete Dimons Anti-Geldwäsche-Rahmen als „Unsinn" und wies darauf hin, dass 2025 rund 3 Billionen Dollar durch Banken gewaschen wurden. Andere verwiesen auf JPMorgans eigene Bilanz – behördliche Geldstrafen und Vergleiche in Höhe von zig Milliarden.
CLARITY Act passiert Ausschuss, als nächstes Senatsplenum
\nDer Digital Asset Market Clarity Act hat am 14. Mai den Bankenausschuss des Senats mit 15 zu 9 Stimmen passiert. Der Gesetzesentwurf benötigt nun 60 Stimmen im Senatsplenum, um weiterzukommen, bevor er zurück ins Repräsentantenhaus geht. Eine Abstimmung im Plenum wird für Juni erwartet. Der Ausgang ist ungewiss – die Krypto-Branche hat intensiv Lobbyarbeit betrieben, während bankenfreundliche Gesetzgeber skeptisch bleiben.
Krypto gegen Banken – ein vertrautes Drehbuch
\nAndrew, Mitbegründer von Arch Public, verglich Coinbases Herausforderung an das traditionelle Bankwesen mit Charles Schwabs Disruption der Maklerprovisionen in den späten 1970er und 1980er Jahren. Die Analogie legt nahe, dass es bei dem regulatorischen Konflikt weniger um Technologie geht, sondern mehr darum, dass etablierte Akteure ihr Revier verteidigen. Ob der CLARITY Act zum Gesetz wird, könnte darüber entscheiden, wie diese Schlacht ausgeht.
Die Abstimmung im Senatsplenum über den CLARITY Act wird für nächsten Monat erwartet. Wenn er die 60-Stimmen-Hürde überschreitet, geht der Gesetzesentwurf zurück ins Repräsentantenhaus. Vorerst schaut die Krypto-Branche zu – und memet.




