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Fenwick & West einigt sich auf 54-Millionen-Dollar-Vergleich in FTX-Klassenklage

Fenwick & West einigt sich auf 54-Millionen-Dollar-Vergleich in FTX-Klassenklage

Fenwick & West LLP, die Anwaltskanzlei, die als federführender externer Rechtsberater für FTX tätig war, hat sich darauf geeinigt, 54 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Klassenklage vor einem Bundesgericht, die von ehemaligen Kunden der zusammengebrochenen Börse angestrengt wurde, beizulegen. Der diese Woche angekündigte Vergleich beendet einen der zahlreichen Rechtsstreitigkeiten, die aus dem Zusammenbruch von Sam Bankman-Frieds Krypto-Imperium im Jahr 2022 resultierten. Weder die Kanzlei noch die Kläger haben öffentlich Stellung genommen, außer in den Gerichtsakten.

Was der Vergleich umfasst

Die Klassenklage, die vor dem US-Bezirksgericht eingereicht wurde, warf Fenwick & West vor, FTX durch ihre rechtliche Arbeit dabei geholfen zu haben, Investoren und Kunden zu täuschen. Die Zahlung von 54 Millionen Dollar fließt in einen Fonds für ehemalige FTX-Nutzer, die Vermögenswerte verloren, als die Börse Insolvenz anmeldete. Der Vergleich beinhaltet keine Schuldanerkenntnis der Anwaltskanzlei. Ein Bundesrichter muss den Deal noch genehmigen, bevor er in Kraft tritt.

Die Rolle von Fenwick & West bei FTX

Fenwick & West war eine von mehreren Anwaltskanzleien, die FTX vor dem Zusammenbruch der Börse in regulatorischen und unternehmensrechtlichen Angelegenheiten beraten haben. Die Kläger argumentierten, dass die Beratung der Kanzlei es FTX ermöglichte, ohne angemessene Aufsicht zu operieren, und dass sie rote Flaggen in der finanziellen Struktur des Unternehmens hätte erkennen müssen. Die Summe von 54 Millionen Dollar ist einer der bislang größeren Vergleiche, die aus der FTX-Insolvenz resultierten, obwohl sie im Vergleich zu den Milliarden-Dollar-Forderungen der Kunden, die noch vor Gericht geklärt werden, bescheiden erscheint.

Die weiteren rechtlichen Folgen

Der Zusammenbruch von FTX löste Dutzende Klagen gegen Führungskräfte, Wirtschaftsprüfer und Berater aus. Bankman-Fried selbst wurde 2023 wegen Betrug verurteilt und verbüßt eine 25-jährige Haftstrafe. Andere Anwaltskanzleien und Dienstleister, darunter Sullivan & Cromwell und Silvergate Bank, wurden ebenfalls verklagt, wobei einige Vergleiche geschlossen oder abgewiesen wurden. Der Vergleich mit Fenwick & West ist eine klare Erinnerung daran, dass Dienstleistungsunternehmen nicht vor den rechtlichen Folgen des Betrugs ihrer Kunden geschützt sind.

Der Vergleich bedarf noch der gerichtlichen Genehmigung, wobei eine Anhörung in den kommenden Monaten erwartet wird. Falls genehmigt, wird er die Klassenklage gegen Fenwick & West beenden, hat aber keine Auswirkungen auf die laufenden Insolvenzverfahren, die die Rückführung der von FTX zurückgewonnenen Vermögenswerte fortsetzen.