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Bitcoin-Händler beobachten BOJ-Entscheidung, da Yen-Leerverkäufe Neunjahreshoch erreichen

Bitcoin-Händler beobachten BOJ-Entscheidung, da Yen-Leerverkäufe Neunjahreshoch erreichen

Bitcoin-Händler verfolgen die am Dienstag anstehende Zinsentscheidung der Bank of Japan (BOJ) genau, während spekulative Leerverkaufspositionen im Yen ein Neunjahreshoch erreicht haben. Ein heftiger Short-Squeeze könnte die in Yen finanzierten Carry Trades auflösen, die Risikoanlagen – darunter auch Bitcoin – gestützt haben. Diese Konstellation versetzt die Märkte vor der Ankündigung der Zentralbank in erhöhte Alarmbereitschaft.

Yen-Leerverkäufe auf Neunjahreshoch

Der Yen ist zum bevorzugten Ziel spekulativer Bären geworden. Laut Positionsdaten liegen die Leerverkaufspositionen gegen die japanische Währung nun auf dem höchsten Stand seit neun Jahren. Dieser Handel basiert auf der Annahme, dass die BOJ ihre ultra-lockere Geldpolitik länger beibehalten wird als andere große Zentralbanken. Doch diese Wette wird zunehmend überfüllt – und überfüllte Positionen können sich schnell auflösen.

Die Verbindung zu Carry Trades

Yen-finanzierte Carry Trades waren eine der unterschwelligen Stützen für Risikoanlagen. Investoren leihen sich Yen zu nahezu null Prozent, tauschen ihn in Dollar oder andere Währungen um und investieren das Geld in höherverzinsliche Anlagen – darunter auch Kryptowährungen. Sollte die BOJ die Märkte mit einer aggressiveren Zinserhöhung überraschen oder eine hawkische Wende signalisieren, könnte der Yen stark anziehen und die Schließung dieser Carry Trades erzwingen. Das würde bedeuten, dass Risikoanlagen – einschließlich Bitcoin – verkauft werden, um die Yen-Kredite zurückzuzahlen.

Worauf Händler achten

Die BOJ-Entscheidung fällt am Dienstag japanischer Zeit. Die Märkte preisen keine Änderung ein, doch der Fokus liegt auf der Pressekonferenz des Gouverneurs und der Sprache zur Inflation und zur künftigen Politik. Jeder Hinweis, dass die BOJ sich in Richtung einer Straffung bewegt – selbst langsam – könnte ein Feuer unter den Yen-Leerverkaufspositionen entfachen. Bitcoin-Händler haben ihre Exposition vor dem Ereignis reduziert, obwohl das Handelsvolumen weiterhin gesund ist.

Der Zeitpunkt ist ungünstig für die bereits durch Zinsängste andernorts angespannte Risikobereitschaft. Ein Yen-Squeeze würde Bitcoin nicht direkt treffen, aber er würde Liquidität aus demselben Pool an Spekulationskapital abziehen, der in letzter Zeit zu Kurssteigerungen beigetragen hat. Das Ergebnis vom Dienstag wird zeigen, ob diese Neunjahreshoch-Leerverkäufe richtig lagen – oder ob sie kurz vor einem Squeeze stehen.